Tester von „go.Rheinland“ haben ihren Jahresbericht vorgelegt.
Unter der LupeBahnhof Ründeroth ist „nicht akzeptabel“ - Marienheide mit Top-Platzierung

Schlechte Noten hat der Bahnhof Ründeroth bekommen.
Copyright: Linda Thielen
Vandalismus und Graffiti verschlechtern die Qualität der Bahnhöfe und Haltepunkte in der Region spürbar. Zu diesem Ergebnis kommt „go.Rheinland“ in seinem Jahresbericht. Zum inzwischen 13. Mal veröffentlicht der Aufgabenträger für den Regional- und S-Bahn-Verkehr zwischen Aachen und Gummersbach seinen Stationsbericht. Auch im Jahr 2025 wurden die Bahnhöfe und Haltepunkte im Verbandsgebiet genau unter die Lupe genommen. Untersucht wurden dabei unter anderem Merkmale wie Sauberkeit, der Zustand von Sitzgelegenheiten, Abfallbehälter und Vitrinen, sowie die Funktionalität des Wetterschutzes. Im Oberbergischen reicht die Palette der Bewertungen von „nicht akzeptabel“ wie im Fall von Ründeroth bis zu „vollkommen zufriedenstellend“, wo Marienheide zu finden ist.
Entsprechend klaffen auch die Gesamtergebnisse der beiden Bahnhöfe auseinander: Marienheide mit 97,29 Prozent landet in dem Ranking von „go.Rheinland“ auf Platz acht und Ründeroth mit 79,84 Prozent auf dem neuntletzten Platz. Duckterath mit 73,89 Prozent hat die rote Laterne in der Region. Die Bewertung des Ründerother Bahnhofs dürfte sich allerdings demnächst verbessern, denn im laufenden Jahr soll der Bahnhof einen barrierefreien Reisendenüberweg bekommen. Bei der Untersuchung von „go.Rheinland“ werden die Stationen in vier Kategorien unterteilt: sehr gut/ausgezeichnet, ordentlich/akzeptabel, entwicklungsbedürftig/noch akzeptabel und inakzeptabel. Von insgesamt 201 Stationen im „go.Rheinland“-Gebiet haben die Tester im vergangenen Jahr 195 in Augenschein genommen und bewertet.
Immer mehr Bahnhöfe mit inakzeptablen Mängeln
Das Gesamtergebnis des Jahres 2025 liegt deutlich unter dem Niveau des Vorjahres: In der besten Kategorie (sehr gut/ausgezeichnet) landeten 2025 zehn Bahnhöfe und Haltepunkte (Vorjahr: 22). Der Kategorie ordentlich/akzeptabel konnten dieses Jahr 98 Stationen zugeordnet werden, 2024 waren es noch 126. Die Anzahl der Bahnhöfe und Haltepunkte mit inakzeptablen Mängeln ist im Vergleich zu 2024 von vier Prozent auf acht Prozent gestiegen (2025: 16, 2024: 9), im Jahr 2023 lag sie noch bei sechs Prozent. Zu den Verschlechterungen bei der Bewertung haben vor allem die vielfach auftretenden Graffiti und zahlreiche Vandalismusvorfälle geführt. Um diesem Trend entgegenzuwirken, läuft bereits seit 2022 eine Kooperationsvereinbarung zwischen „go.Rheinland“ und der DB InfraGO AG. Neben der Graffitibeseitigung beinhaltet diese Vereinbarung auch die Umsetzung von Kunst-Graffiti an gemeinsam ausgewählten Stationen.
In der Gesamtbetrachtung zeigt sich, dass es die größte Verschlechterung beim Kriterium „Sauberkeit der Aufzüge“ gegeben hat (-14,5 Prozentpunkte, 72,7 Prozent Durschnitt). Alle Stationen werden mindestens einmal jährlich nach einheitlicher Methodik von den „go.Rheinland“-Profitestern erfasst. Erhoben werden sowohl alle Bahnsteige als auch die Zugangsbereiche der Stationen. Für jede Station wird dabei ein Gesamtwert ermittelt, welcher aus einem Teil der erhobenen Merkmale gebildet und dem Ampelsystem zugeordnet wird. Der ermittelte Wert beurteilt das Gesamterscheinungsbild der Stationen und stellt eine Momentaufnahme zum Zeitpunkt der jeweiligen Erfassung dar.

