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Paul-Schneider-HausNeue Wiehler Förderschule startet erst 2027

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Außenansicht des Paul-Schneider-Hauses, davor Hinweisschilder zu den Schulen.

Regen Schülerverkehr gibt es ohnehin. Die Hindelanger Straße bekommt darum eine Einbahnregelung. 

Der Umbau des Oberwiehler Paul-Schneider-Hauses für die Nutzung durch die Helen-Keller-Schule wird aufwendiger und deutlich teurer als erwartet.

Eigentlich sollte der Schulbetrieb schon im Sommer 2025 starten. Nun endlich wird es ernst: Der Bauausschuss des Kreistags hat grünes Licht gegeben für den Umbau des Paul-Schneider-Hauses in Oberwiehl zur Zweigstelle der Helen-Keller-Förderschule. Ab dem Schuljahr 2027/28 sollen dort 40 Jugendliche der Abschlussklassen unterrichtet werden.

„Die Helen-Keller-Schule ist seit einigen Jahren unerwartet stark angefragt“, heißt es in der Verwaltungsvorlage über die Einrichtung mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung . „Die Schülerzahlen sind seit dem Schuljahr 2017/2018 um knapp 20 Prozent angestiegen.“ Zur Unterbringung der Schüler wurde zunächst Container aufgestellt. Danach änderte der Kreis sogar den Einzugsbereich zu Gunsten der Anne-Frank-Schule in Wipperfürth, weil diese noch Aufnahmekapazitäten hatte. Doch mittlerweile seien auch diese erschöpft, teilt die Kreisverwaltung mit.

Wiehler Kirchengemeinde hat verkauft

Darum hat der Kreis vor zwei Jahren das bisher dem christlichen Märtyrer Paul Schneider gewidmete evangelische Gemeindehaus in Oberwiehl erworben, nachdem es die Wiehler Kirchengemeinde aufgegeben hatte. Der Umbau wird nun teurer als erhofft, statt zwei müssen nun knapp drei Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden.

Gebäude braucht neuen AufzugAuch die Verzögerung ergab sich aus der Erkenntnis, dass eine umfassendere Ertüchtigung, gerade im Hinblick auf die technischen Gewerke des Paul-Schneider-Hauses, notwendig ist. Dabei geht es um Barrierefreiheit, behindertengerechte Toiletten und Pflegebäder sowie eine umfassende Erneuerung der Elektroinstallationen. So soll der neue Eingangsbereich mit einer Aufzugsanlage ausgerüstet werden.

Die Planungen für die neue Schule umfassen derweil nicht nur das Gebäude selbst, sondern auch die Verkehrssituation. So will der Kreis   neue Zufahrts-, Warte- und Parkplatzflächen anlegen lassen. Die notwendigen baurechtlichen und verkehrstechnischen Änderungen hat die Stadt Wiehl in einen Bebauungsplan eingearbeitet, der nun im Planungsausschuss des Stadtrats einstimmig abgesegnet wurde.

Auf der gegenüberliegenden Seite der Hindelanger Straße sind bereits der Awo-Kindergarten Elenore Astfalck sowie die Oberwiehler Gemeinschaftsgrundschule und die Sprachförderschule des Kreises ansässig. Es gibt also ohnehin schon einen regen Bring- und Holverkehr. Um diese Situation nicht weiter zu verschärfen, wird die Hindelanger Straße zur Einbahnstraße (mit Fahrtrichtung bergab) erklärt. Die   betroffenen Anwohner wurden informiert und begrüßen die Regelung, teilt die Stadt mit.