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BaustartAltenberger-Dom-Straße in Schildgen wird saniert

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Das Foto zeigt die Altenberger-Dom-Straße in Schildgen.

Der Umbau hat begonnen. Die Altenberger-Dom-Straße in Schilgen als Einbahnstraße

Seit  Montag (9. Februar) gilt eine Einbahnstraßenregelung an der Altenberger-Dom-Straße in Bergisch Gladbach-Schildgen.

So mancher Autofahrer, der sich am Montag aus Richtung Odenthal dem Ortsteil Bergisch Gladbach-Schildgen näherte, staunte. Plötzlich stand er nämlich mit seinem Fahrzeug vor der gesperrten Altenberger-Dom-Straße, auf der großflächig der seit langem angekündigte Umbau startete. Die gelben Schilder der Umleitung „U1“ lenkten ihn in die Schlebuscher Straße und weiter nach Leverkusen.

Linienbusse dürfen passieren

Ein Abbiegen Richtung Ortskern Schildgen über den Nittumer Weg und den Zehntweg war auch verboten, nur Anlieger, Radfahrer und Linienbusse durften diese Passage nutzen. Seit Montag schickt die Umleitung Autofahrer nach Leverkusen. Eine große Schleife durch die Nachbarstadt müssen alle nehmen, die von Odenthal nach Schildgen und weiter nach Köln oder Bergisch Gladbach möchten.

Es sind ziemlich genau zehn Kilometer, die über die Leverkusener „Ringe“ (Carl-Carstens,- Herbert-Wehner, Willy-Brandt-Ring) zu fahren sind. Über die Leverkusener Straße wird schließlich Schildgen erreicht Zusätzliche Fahrtdauer: mindestens 15 Minuten, je nach Verkehrslage. Zur Rushhour am Morgen und frühen Abend kann sich diese Extrazeit deutlich verlängern.

Arbeiten bis in den Herbst

Schon am Montagnachmittag staute sich der Verkehr vor Schilden weit zurück auf der Leverkusener Straße. Auch an der Kreuzung Schlebuscher Straße gab es Wartezeiten. Aus Richtung Schildgen-Mitte ist die Altenberger-Dom-Straße für mehrere Monate zur Einbahnstraße geworden, die Stadt geht von Umbauarbeiten bis in den Herbst aus.

Im Bauabschnitt zwischen Leverkusener und Schlebuscher Straße haben am Montag auch auf der Fahrbahn die großangelegten Umbauarbeiten begonnen, auf den Bürgersteigen wird seit Mitte Januar gearbeitet. Am Montag rückten Bauarbeiter erste Gehwegplatten zurecht, lautres Gedröhne der Baumaschinen begleitete die Umbauarbeiten.

Mehr Barrierefreiheit

Die Fahrbahn wird vollständig saniert, die Barrierefreiheit gesteigert. Parkplätze an der Fahrbahn werden allerdings wegfallen, der Straßenraum neu aufgeteilt werden mit mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer. Ein Bauunternehmen aus dem Rhein-Sieg-Kreises hatte bei der Ausschreibung den Zuschlag von der Stadt bekommen.

Am Montag war bereits zu erahnen, wie der Straßenraum künftig aufgeteilt sein wird, einige Umrahmungen hatten die Arbeiter mit Steinen ausgelegt. In den nächsten Wochen und Monaten wird sich das Bild der Straße verändern. Die Staufrage ist nicht die einzige Unbekannte, auf die die Stadt reagieren muss. Es ist auch die Länge der Umleitung, die manchem Autofahrer nicht gefallen könnte.

Schleichwege verhindern

Zehn Kilometer ist nicht gerade wenig, und da mag die Fahrt durch die für den Durchfangsverkehr gesperrten Anwohnerstraßen als Alternative erscheinen. Die Stadt hatte schon im Vorfeld betont, dass sie dies unterbinden wolle. Weil einige Linienbusse die Route als Alternative nehmen, gilt ein Halteverbot entlang der Anwohnerstraßen. Einige Aufpflasterungen sind mit Asphalt abgeflacht worden, damit die schweren Busse nicht auf den Hubbeln mit ihrem Unterboden aufsetzen.

Im Ortskern von Schildgen bekommt man vom Start der Umbaumaßnahmen momentan noch recht wenig mit. Aber der Umbau kommt. Die Stadt plant, voraussichtlich im Jahr 2028 mit der Neugestaltung der Altenberger-Dom-Straße im Ortskern zu beginnen. Die Planung ist politisch beschlossen.