Mehr als 30 Veranstaltungen aus den Bereichen Theater, Film, Sport, Workshops, Dialog, Ausstellung und Begegnung sind geplant.
„Internationale Wochen“Bündnis für Vielfalt organisiert in Gladbach ein buntes Programm gegen Rassismus

Immer wieder engagieren sich die Menschen in Bergisch Gladbach gegen Rassismus.
Copyright: Anton Luhr
Der Druck von Rechts in Deutschland steigt. Dagegen setzen die Internationalen Wochen gegen Rassismus ein Zeichen. In Bergisch Gladbach organisiert das „Bündnis gegen Rassismus und Vielfalt“ gemeinsam mit 40 lokalen Kooperationspartnern vom 16. bis 29. März ein vielfältiges Programm.
Das diesjährige bundesweite Motto lautet „100 % Menschenwürde. Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus.“ Die Aktionswochen sollen bewusst ein klares Zeichen für Demokratie, Vielfalt und ein respektvolles Zusammenleben setzen, betont das Bündnis gegen Rassismus und für Vielfalt in ihrer Pressemitteilung. Mehr als 30 Veranstaltungen aus den Bereichen Theater, Film, Sport, Spaziergänge, Workshops, Dialog, Spaziergänge, Ausstellung und Begegnung, sind geplant, wobei der Schwerpunkt darauf liegt, miteinander ins Gespräch zu kommen und gemeinsam Haltung zu zeigen.
Jede Teilnahme ist ein sichtbares Zeichen für Zusammenhalt und gegen Ausgrenzung
„Wir laden alle Bürgerinnen und Bürger ein, die vielfältigen Angebote wahrzunehmen und Freunde und Familie mitzubringen. Jede Teilnahme ist ein sichtbares Zeichen für Zusammenhalt und gegen Ausgrenzung", betont Redouan Tollih, Vorsitzender des Ausschusses für Chancengerechtigkeit und Integration.
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Ein sichtbares kommunales Symbol dafür soll die eigens gestaltete Fahne mit der Gladbacher Skyline und dem Schriftzug „Bergisch Gladbach – Kein Ort für Rassismus“ darstellen. Die Fahne wird am Donnerstag, 19. März, 10 Uhr, im Rathaus an Bürgermeister Marcel Kreutz übergeben. Organisationen und Privatpersonen haben die Möglichkeit vor Ort, die Fahne gegen eine Spende zu erwerben.
Theaterstück erzählt von den NSU-Morden
Exemplarisch für die Bandbreite des ganzen Programms soll das dokumentarische Theaterstück „Die NSU-Monologe“ stehen. Erzählt werden die Geschichten dreier Familien, deren Angehörige vom „Nationalen Untergrund“ (NSU) ermordet wurden. Im Mittelpunkt steht der Kampf der Hinterbliebenen um Wahrheit und Gerechtigkeit. Der NSU war eine rechtsterroristische Gruppe, die zwischen 2000 und 2007 zehn Menschen ermordete, Sprengstoffanschläge verübte und Raubüberfälle beging.
Nach der Aufführung ist ein Podiumsgespräch geplant: Donnerstag, 26. März, 18-21 Uhr, Theas-Theater, Jakobstraße 103. Eintritt ist nur mit vorheriger Anmeldung, ki@rbk-online.de, möglich.
Die programmwochen enden sportlich mit einem Fußballturnier
Die Wanderausstellung „Was ihr nicht seht“, wird vom 16. bis 29. März in der Stadtteilbücherei Paffrath gezeigt und macht Alltagsrassismus aus der Perspektive Betroffener durch persönliche Zitate sichtbar. Das Berufskolleg Kaufmännische Schulen sammelt schulintern Erfahrungen und Rückmeldungen seiner Schülerinnen und Schüler zum Thema Alltagsrassismus und präsentiert die Ergebnisse während der Aktionswochen an verschiedenen Stationen.
Die Programmwochen enden sportlich mit dem Fußballturnier „Wir kicken gegen Rassismus – für Vielfalt, Respekt und Chancengleichheit“. „Die große Beteiligung von Vereinen, Schulen, Religionsgemeinschaften und Initiativen zeigt, wie stark das zivilgesellschaftliche Engagement in unserer Stadt ist“, sagt Dettlef Rockenberg, Bündnis gegen Rassismus und Vielfalt.
Zahlreiche Angebote richten sich gezielt an Kinder und Jugendliche
Gespielt wird sechs gegen sechs, Mixed-Teams sind willkommen: 29. März, 10 bis 16 Uhr, Sporthalle am Stadion. Teilnehmen können Spielerinnen und Spieler ab 18, aktive Ligaspieler sind im Sinne der Fairness nicht vorgesehen. Anmeldungen unter juergenmuensterteicher@web.de sind als Einzelspieler oder als Team möglich. Anmeldeschluss ist der 8. März, .
Alle Veranstaltungen in der Innenstadt und nahezu allen Stadtteilen sind kostenfrei, für manches muss man sich vorher anmelden. Zahlreiche Angebote richten sich gezielt an Kinder und Jugendliche und unterstreichen den präventiven Bildungsansatz der Aktionswochen. Das gesamte Programm ist online abrufbar.

