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Kü-CardKürtener Einkaufskarte entwickelt sich zum Erfolgsmodell

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Bücherseite Buchtip-Bücherwolf Kürten Hildegard Wolf

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In der Gemeinde Kürten ist die Einkaufskarte Kü-Card abhängig von der finanziellen Unterstützung der Kommune

Wenn die Experten für die Finanzen in diesen Tagen im „Arbeitskreis Haushalt und Gebühren“ über „Strategien zur Rettung des Kürtener Haushalts “ab dem Jahr 2027 brüten, könnte es auch um den Zuschuss für die Kürtener Einkaufskarte „Kü-Card“ gehen.

Drei Jahre lang gab es eine Anschubfinanzierung für die Karte, jeweils über 2900 Euro, aus der Gemeindekasse. 2026 ist das dritte und letzte Förderjahr. Wie manches andere ist dies eine freiwillige Leistung, zu der die Kommune nicht verpflichtet ist. Andererseits unterstützt die Wirtschaftsförderung im Rathaus das Kü-Card-Projekt und hat mit Akteuren der IG Kürten einen Trägerverein gegründet.

„Der Förderbetrag ist für die Deckung der Fixkosten vorgesehen“, sagt auf Nachfrage Nadine Hasberg von der Wirtschaftsförderung der Kommune. Ohne den Betrag müssten die teilnehmenden Händlerinnen und Händler anfallende Kosten für die Einbindung der Transaktionen in die gängigen Bezahlsysteme selber finanzieren. Ob sie dies in einer veränderten finanziellen Konstellation tun würden, ist offen.

Weiter ausbaufähig

Die Kü-Card, betont Nadina Hasberg, sei für die Gemeinde zu einem „Erfolgsmodell“ geworden. Seit kurzem seien auch die beiden „Esso“-Tankstellen in Biesfeld und Kürten (betrieben vom Unternehmen „Emils“) mit dabei. Aktuell unterstützen 29 Dienstleister und Einzelhändler die Kü-Card. „Es ist alles noch weiter ausbaufähig“, sagt Hasberg auf Nachfrage.

Zu wünschen wäre aus ihrer Sicht, dass sich der Kürtener Einzelhandel und auch die heimische Gastronomie verstärkt einbringe für die Kü-Card. Das Vorhaben müsse sein, möglichst viele Euro der Kürtenerinnen und Kürtener im Gemeindegebiet zu lassen. Dies stärke die Wirtschaftsleistung vor Ort, erklärt Hasberg. Eine Summe von ungefähr 40.000 Euro sei bislang umgesetzt worden über die spezielle Karte. Es gebe auch kraftvolle Unterstützer für das Angebot, wie etwa die Kürtener Buchhändlerin Hildegard Wolf (Bücherwolf), die seit Start des Projekts dabei sein und auch stets Werbung mache für die Kü-Card.

Vorgänger überflügelt

Anders als der Vorgänger, ein Gutschein für die Geschäfte ausschließlich im Kernort Kürten, ist die Kü-Card überall in der Gemeinde bei den teilnehmenden Geschäften einsetzbar. Auch digital kann die Karte zum Einkauf verwendet werden, wichtig in einer zunehmend online affinen Welt. Zu ihren vergangenen Weihnachtsmärkten hatten die IG Kürten, der Ideengeber des Projekts, für den Einsatz der Kü-Card geworben und eine äußerst positive Resonanz erfahren.

Auch für die IG-Akteure ist der wichtigste Ansatz, die Wirtschaftsleistung möglichst im Ort zu lassen. Nicht zuletzt geht es den Teilnehmern auch darum, einen möglichen Leerstand der Geschäfte im Gemeindegebiet zu verhindern.