Beim Pressetermin stellte die Deutsche Post/DHL den neuen Automaten mit seinen Funktionen vor.
PostOverath-Heiligenhaus hat seine Poststation wieder

Freude herrschte bei der Einweihung der Poststation Heiligenhaus mit dem Ersten Beigeordneten Thorsten Steinwartz (v.l.n.r.), Techniker Nik Schley, Zusteller Christopher Jobb, dem Regionalen Politikbeauftragten der DHL Peter Mayer, Bürgermeister Michael Eyer, Standortgeber Fabian Kolle und Betriebsleiter der Deutschen Post Gummersbach Thomas Roski.
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Seit Januar haben die Heiligenhauser wieder eine Poststation der Deutschen Post und DHL im Ort, und nun ist sie im Rahmen eines Pressetermins mit Bürgermeister Michael Eyer, dem Ersten Beigeordneten Thorsten Steinwartz, Standortgeber Fabian Kolle, Thomas Roski, Betriebsleiter der Deutschen Post Gummersbach, und Peter Mayer, Regionaler Politikbeauftragter der DHL offiziell eingeweiht worden.
Nachdem das Geschäft „Geschenke und mehr“ seine Poststation im März 2022 aufgegeben hatte, gab es länger keine direkte Anlaufstelle für die Heiligenhauser. Die jetzige, an der Bensberger Straße 14 am Netto-Markt gelegen, läuft voll automatisch und ist somit 24 Stunden am Tag an sieben Tagen die Woche für die Post-Kunden da, wie Mayer erklärt. „Das ist die neueste Generation an Automaten. Mit einem Griff beziehungsweise einer kleinen Ablage vor dem Display für Einkäufe oder unsere älteren Kunden“, erklärt er. Fächer in verschiedenen Größen, je nachdem ob ein Brief oder Paket versendet werden soll, und auch in verschiedenen Höhen erleichtern den Kunden den Zugang, sollte man im Rollstuhl sitzen oder am Rollator gehen. Der Automat biete 99 Prozent von dem, was in einer Postfiliale geboten wird.
Service-Mitarbeiter verfügbar
Trotz intuitiver Bedienung ist auch an weniger technikaffine Kunden gedacht worden. Über dem Display kann einen der Automat mit einem Service-Mitarbeiter verbinden, der dann Schritt für Schritt das Prozedere erklärt. Beim Verschicken kauft man zunächst am Display bargeldlos einen Versandschein und gibt die Versandadresse ein. Alle registrierten Adressen sind bereits gespeichert, sodass der Automat einem auch Vorschläge machen kann, um Fehladressierungen zu vermeiden. Nachdem der Aufkleber dann auf dem Paket ist, wird er abgescannt und automatisch öffnet sich ein Fach, das auf die Größe des gescannten Versandscheins passt.
Zur Demonstration des Ablaufs hat Mayer ein Päckchen für die St. Rochus-Kindertagesstätte mitgebracht, mit verschiedenen Spiel- und Bastelsachen darin. Und wie bei jeder guten Demonstration darf ein Vorführeffekt nicht fehlen. Der Scanner will den Versandaufkleber nicht auslesen und so öffnet sich erst einmal kein Fach. Kein Problem, denn Techniker Nik Schley ist dabei und kann das Problem beheben. „Wenn der Scanner mal nicht funktioniert, kann man den Versandcode auch manuell eingeben und falls alle Stricke reißen, ist es möglich über den Automaten eine Störung zu melden. Dann kommt so bald wie möglich ein Techniker vorbei“, sagt Mayer. Keine paar Minuten später funktioniert der Scanner dann wieder, als Zusteller Christopher Jobb sowohl Pakete abholt als auch einlegt.
Weitere Stationen sollen kommen
Mit den automatischen Stationen haben die Deutsche Post und DHL seit etwa zehn Jahren Erfahrung, wie Mayer erzählt und sie würden gut angenommen. Auch die in Heiligenhaus verzeichne bereits knapp zwei Monate nach ihrer Eröffnung eine gute Auslastung. Die Automaten seien sowohl wetter- als auch feuerfest und gut zu reinigen, sollten sie etwa mit Graffiti besprüht werden.
Automaten wie in Heiligenhaus würden in Zukunft verstärkt aufgestellt. Die Infrastruktur in Filialen verliere sich laut Mayer nämlich und so könne man den Kunden trotzdem kurze Wege und Service bieten.

