Die Einzelmaßnahmen und ihre Kosten für die Alternativrouten sollen in den nächsten Jahren nach und nach wieder auf den Tisch kommen
Radverkehr RösrathAusschuss beschließt erneute Diskussion von Maßnahmen für mehr Sicherheit beim Radfahren

Auto- und Radfahrende sind mancherorts gemeinsam auf der Straße unterwegs, letztere hier auf der Bensberger Straße in Forsbach auf einem Rad-Schutzstreifen.
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40 Einzelmaßnahmen, um den Radverkehr in diesem und in den nächsten fünf Jahren im gesamten Stadtgebiet sicherer und komfortabler zu machen. Gesamtkosten: 3,25 Millionen Euro. Darum ging es am Montagabend im Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Verkehr.
Dazu gehören beispielsweise Ausgaben in Höhe von 500 Euro für eine Beschilderung an der Hoffnungsthaler Straße zwischen Lehmbacher Weg und Bensberger Straße im laufenden Jahr – bis hin zu geschätzt 630.000 Euro, um die Kreuzung Hauptstraße/Am Sommerberg 2028 auch fürs Fahrrad tauglich zu machen. Ebenfalls teuer soll 2030 der regelgerechte Ausbau des straßenbegleitenden Geh-/Radweges an der Feldstraße zwischen Ortsausgang Forsbach und Rath-Forsbacher Weg werden; er schlägt mit weiteren geschätzten 450.000 Euro zu Buche.
Ausschuss beschließt die für 2026 geplanten acht Einzelmaßnahmen
3,25 Millionen Gesamtvolumen Für in so ferner Zukunft liegende Vorhaben meldeten die Ausschussmitglieder allerdings weiteren Diskussions- und Prüfungsbedarf an. Grund dafür war zum einen die bislang nur grobe Kostenschätzung. Zugleich wurde deutlich, dass einzelne Maßnahmen bei den Fraktionen durchaus unterschiedlich bewertet werden. Das zeigte sich beispielsweise bei dem Vorhaben, 2029 für voraussichtlich 310.000 Euro eine neue Ampel an der Kreuzung Kölner Straße/Alte Kölner Straße zu installieren und dort gleichzeitig eine Einbahnstraße für Fahrräder in zwei Richtungen befahrbar zu machen.
Weitgehend einig waren sich die Mitglieder des Ausschusses nach längerer Diskussion schließlich darin, zumindest die für 2026 anvisierten acht Einzelmaßnahmen für zusammen rund 20.500 Euro auf den Weg zu bringen. Dazu gehören neben Beschilderung und Reparatur des Belags in einem Fall auch Piktogramme. Alle späteren Maßnahmen und Kosten sollen in den folgenden Jahren anlassbezogen auf den Tisch kommen, wenn über die Umsetzung gesprochen werden muss.
Eine klare und unmissverständliche Führung von Wegen ist nicht nur für Fahrradfahrer und Fußgänger wichtig, sondern auch für Autofahrer.
Auf Kritik stößt der Beschluss bei den Initiativen Rösrath Velo City und Rösrath for Future. Mit dem Vorgehen, die „Maßnahmen zu großen Teilen erneut und einzeln zu diskutieren und gegebenenfalls vollständig in Frage zu stellen“, drohe „das ganzheitlich gedachte Konzept in Einzelteile zu zerfallen, die schlussendlich ihre Wirkung verfehlen“, kritisierte Johannes Thies für Rösrath Velo City.
Weiter heißt es in einem gemeinsamen Statement der beiden Initiativen: Ein Radwegenetz sei „erst dann funktionstüchtig und wertvoll, wenn es vollständig, durchgängig und miteinander verknüpft ist. Straßen dürfen nicht einfach im Nichts enden. Eine klare und unmissverständliche Führung von Wegen ist dabei nicht nur für Fahrradfahrer und Fußgänger wichtig, sondern auch für Autofahrer.“
Verwaltung legt Realisierungsplan mit Kostenschätzung vor
Die Umsetzung des Alternativroutenkonzepts wurde bereits im August 2025 beschlossen. Damals wurde ebenfalls entschieden, dass die Stadtverwaltung einen Realisierungsplan mit Kostenschätzung vorlegt, damit deutlich wird, welche einzelnen Maßnahmen hier umgesetzt werden sollen und welche Haushaltsjahre betroffen sind. Dem kam die Verwaltung vergangenen Montag nach.
Das Alternativroutenkonzept für Radfahrende wurde 2024/2025 durch das Planungsbüro Via erarbeitet. Es stellt Möglichkeiten dar, wie Radfahrende abseits der Hauptstraßen direkt und sicher zwischen den Ortsteilen und anderen Kommunen fahren können, und empfiehlt geeignete Maßnahmen.

