Geburtenrückgang schon im fünften Jahr. Schulausschuss lässt Bedarf für Grundschulen noch einmal neu berechnen
GrundschulenGutachter prüfen Schulentwicklungsplan in Rösrath nochmal

Auch in Rösrath werden immer weniger Kinder geboren. Für die Städte und Gemeinden bedeutet das, dass sie sich unter Umständen noch einmal über ihre Schulentwicklungspläne (SEP) beugen sollten. Das soll nun in Rösrath passieren – allerdings nur mit Blick auf die Grundschulen.
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Der Trend hält nun schon im fünften Jahr an, im Rheinisch-Bergischen Kreis insgesamt und auch in Rösrath: Es werden immer weniger Kinder geboren. Für die Städte und Gemeinden bedeutet das, dass sie sich unter Umständen noch einmal über ihre Schulentwicklungspläne (SEP) beugen sollten. Das soll nun in Rösrath passieren – allerdings nur mit Blick auf die Grundschulen. Denn hier waren bislang ein Umzug der Grundschule Hoffnungsthal an die Bergische Landstraße und ein millionenteurer Neubau geplant, um dauerhaft mehr Kinder aufnehmen zu können.
Der Schulausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung eine „kleine Fortschreibung“ des Schulentwicklungsplans für die Grundschulen beschlossen und den Gutachter Biregio GbR erneut damit beauftragt. Er hat den aktuellen Schulentwicklungsplan im September 2024 erstellt, der im November 2024 beschlossen wurde. Für die Grundschulen wurde damals entschieden, die GGS und KGS Rösrath mit je 3,5 Zügen, die GGS Forsbach mit drei und die GGS Hoffnungsthal mit 3,5 Zügen zu planen.
Das zugrunde liegende Zahlenmaterial ist knapp zwei Jahre alt
Das zugrunde liegende Zahlenmaterial ist inzwischen knapp zwei Jahre alt – zu alt, um als Grundlage für einen millionenschweren Schulneubau zu dienen. Schon die Gutachter hatten 2024 darauf hingewiesen, dass die bereits damals sinkenden Geburtenzahlen im Blick behalten werden sollten.
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Tatsächlich hat sich seit 2020 der Trend nach unten bei den Geburten verstetigt: Nach 295 in 2020 erreichte die Geburtenzahl mit 207 im vergangenen Jahr ihren Tiefststand. Zudem liegen die Zahlen in den Jahren 2023, 2024 und 2025 alle außerhalb eines Zahlen-Korridors der Jahre 2003 bis 2022 mit im Minimum jährlich 271 Geburten in den Jahren 2003 und 2022, und im Maximum 335 neugeborenen Rösratherinnen und Rösrathern im Jahr 2016 .
Auswertung der Daten soll bis Ende April vorliegen
„So lange die Zahlen der Geburten nicht dauerhaft ansteigen, kann nicht klar und deutlich zu einem Neubau geraten werden“, hatten die Gutachter im September 2024 dem Schulausschuss erklärt. Der Bedarf zeige sich aber erst mit den Geburten 2024, 2025 und 2026. Hier hat die Stadt nun angesetzt und eine Prognose für die Schulanfänger errechnet: Sie geht vom Schuljahr 2026/27 bis 2031/32 mit deutlicheren Rückgängen aus als noch 2024 von den Gutachtern prognostiziert.
Nun soll die erst im Juli 2025 vom Rat beschlossene Erweiterung der GGS Hoffnungsthal auf vier Züge zurückgenommen werden auf drei Züge. Ausschuss-Vorsitzender Jürgen Steinbach erwartet die „kleine Fortschreibung“ bis zur nächsten Sitzung im April und hofft, „das biregio die Zahlen der Verwaltung bestätigt“.

