Jetzt für die Athletinnen und Athleten abstimmen und Karten für das Bundesliga-Topspiel 1.FC Köln gegen Borussia Dortmund gewinnen
5 Jahre Sportlerwahl„Rhein-Erft Sport ist der Klebstoff der Gesellschaft“

Festlich ist der Rahmen bei der Siegerehrung der besten Sportlerinnen und Sportler sowie Teams. Im vergangenen Jahr wurden die Gewinner in der Abtei Brauweiler geehrt.
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Als sich rund um Frank Rock am 28. März 2022 mehr als zwei Dutzend Männer und Frauen auf der Bühne des Wesselinger Rheinforums zum Gruppenfoto formierten, war wohl nur den wenigsten klar, dass sie Teil eines historischen Moments waren. Denn zum ersten Mal waren gerade unter der Schirmherrschaft des Landrats die besten Sportlerinnen, Sportler und Mannschaften 2021 des Rhein-Erft-Kreises ausgezeichnet worden. Und da die von dieser Zeitung mit der Kreissparkasse Köln und dem Kreissportbund durchgeführte Wahl ein zu tragbares Korsett besitzt, um sie als Eintagsfliege zu betrachten, war eine Wiederholung für die Verantwortlichen die logische Pflicht.
Gerade dürfen die Leser für das Sportjahr 2025 aus zehn Vorschlägen in jeder der drei Kategorien ihre Favoriten bestimmen. Wer die Sportler mit der Stimmabgabe unterstützen will, braucht nur den QR-Code einzuscannen oder gelangt über den Link direkt zur Abstimmung. Wer mitmacht kann auch Karten für der Bundesliga-Spiel Köln gegen Dortmund gewinnen.

Abstimmungscode Sportlerwahl 2025 KStA Rhein-Erft
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„Der Sport steht ganz vorn“, hatte Frank Rock damals zum feierlichen Abschluss der Premiere gesagt. Diesen Satz hätte der Taufpate bei den folgenden Ehrungen wiederholen können, und er gilt auch beim kleinen Jubiläum.
„Das ist für die Aktiven eine herrliche Sache“, weiß die in Pulheim lebende Heike Henkel, damals nicht zum letzten Mal Botschafterin der Veranstaltung: „Da wird man bestätigt. Das gibt Motivation.“ Die ehemalige Welt- und Europameisterin sowie Olympiasiegerin 1992 im Hochsprung ist vielfach ausgezeichnet worden, als Welt-Leichtathletin und Deutsche Sportlerin des Jahres. Doch sie erinnert sich noch gut an erste Ehrungen als Schülerin: „Da war ich sehr aufgeregt, aber auch sehr stolz.“
Aufgeregt war auch Paul Breuer. Der mittlerweile 24-Jährige, der mit American Football bei den Erfa Bravehearts begann, gewann den ersten Titel als Sportler des Jahres des Rhein-Erft-Kreises. „Ich habe mir auf der Fahrt nach Wesseling immer wieder gesagt, dass ich bestimmt nicht gewinne“, gestand der Erftstädter, mittlerweile Running Back der Rhein Fire in Duisburg. Die einzige Auszeichnung blieb das nicht. In England wurde er in seiner Zeit an der NFL-Academy 2023 und 2024 Top Performer of the Year.

13.5.2025, Siegerehrung Sportlerwahl Rhein-Erft, Abtei Brauweiler Siegerehrung Sportlerwahl Rhein-Erft für die Erfolge im Jahr 2024. Veranstaltungsort: Abtei Brauweiler, KSK Köln, KSB, Schirmherr Landrat Frank Rock.
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Erste Sportlerin des Jahres des Rhein-Erft-Kreises wurde übrigens mit Annika Stenchly aus Frechen eine Allrounderin in Sachen Volleyball. In der Halle spielt sie für DSHS SnowTrex in der 2. Bundesliga, im Sand war sie Vierte der deutschen U19-Meisterschaft und Westdeutsche Vizemeisterin, und im Schnee holte sie sich den Titel im Snowvolleyball. Die Studentin, zudem viermalige Weltmeisterin im Skibob, freute sich damals sehr über die Auszeichnung, aber auch über 400 Euro Preisgeld, das sie in ihre Reisekasse stecken konnte.
Vielfalt ist auch eines der Qualitätsmerkmale der noch jungen Geschichte der Sportlerwahl. Von Beginn an vertraten die Geehrten nicht nur die „gängigen“ Disziplinen, vielmehr bildete die Liste der Top Ten ein Spiegelbild der sportlichen Aktivitäten in der Region. Natürlich konnten sich Leichtathletinnen und -athleten von der TV Bedburg, dem Pulheimer SC, THC Brühl oder TuS Wesseling immer gut platzieren. Doch Boulderin Hanna Meul, Wasserspringer Tim Axer oder die Kugelspezialistinnen Thalia Hönig (Bowling) und Katharina Schmitz (Kegeln) sorgten ebenso für eine bunte Sportpalette wie Moto-Crossfahrer Jan Krug oder die Rollstuhlbasketballer der Rolling Tigers.

Heike Henkel bei der übergabe der Preise an die Gewinner der Kategorie "Beste Sportler".
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Zudem kommt regelmäßig auch das feuchte Element auf seine Kosten. Nicht nur, weil die Wassersportfreunde Liblar in der Bundesrepublik ebenso rare Protagonisten im Kanupolo sind wie die Frauen der Wesseling Vermins im Softball. Mehrfach konnten sich Rhein-Erftler, die für Vereine außerhalb des Kreises schwimmen, durch ihre Auszeichnung als Vorbilder für junge Talente profilieren. So der Pulheimer Franz Dolg, der als Sieger 2022 riet: „Wenn es Rückschläge gibt, heißt es weiterzumachen.“
Dieses Motto beherzigen wohl alle Sportlerinnen und Sportler, die sich bisher im Wesselinger Rheinforum, in Schloss Bedburg oder der Abtei Brauweiler durch Applaus, Schulterklopfen und eine Prämie für Trainingsfleiß und beharrliche Streben nach Erreichen ihrer Ziele belohnt sahen.
Auch Olympia-Teilnehmer waren unter den Geehrten
Wie das geht, konnte Charlotte Kienel bei der Ehrung der Besten des Jahres 2024 erfahren, die natürlich die Teilnehmer an den Olympischen Spiele strahlen ließ. Zwischen den Parisfahrerinnen Miriam Butkereit (Judo) und Edina Müller (Kanuparasport) wurde die Boxerin vom BSV Olympia Vochem Zweite und konnte anschließend hören, wie es Nelvie Tiafack aus Bergheim zur olympischen Bronzemedaille in ihrer Sportart geschafft hatte.
„Solche Gespräche prägen“, weiß Heike Henkel: „Bei den Ehrungen werden keine langen Reden gehalten, da stehen die Sportlerinnen und Sportler im Mittelpunkt. Und das ist der richtige Ansatz.“ Auch bei den Hauptdarstellern kommt das Ungezwungene gut an.
Der Austausch mit Gleichgesinnten hat ungemein Spaß gemacht. Da bekommt man Anregungen, schöpft positive Motivation ab und geht mit einem guten Gefühl nach Hause
„Der Austausch mit Gleichgesinnten hat ungemein Spaß gemacht. Da bekommt man Anregungen, schöpft positive Motivation ab und geht mit einem guten Gefühl nach Hause“, meint Patrick Friesdorf, Kapitän der Fußballer der SpVg Frechen 20. Seine Prämie für Platz zwei hinter Tiafack hat er „auf die hohe Kante gelegt“. Und den Adidas-Gutschein von Fußballnationalspieler Florian Wirtz, der zwar von Beginn an Botschafter, sich aber immer durch eine seiner Schwestern vertreten lassen muss, hat er in Laufschuhe für sich und seinen Sohn umgesetzt. Als Dank will der Sozialpädagoge den Aufruf des Spenders aus Brauweiler in seinem Umfeld verbreiten und an deren Umsetzung mitarbeiten. Denn in seiner Videobotschaft hatte Florian Wirtz gefordert: „Seid stolz und macht weiter so.“
So kann die Sportlerehrung des Rhein-Erft-Kreises auch bei ihrem Jubiläum fünf Jahre nach der Premiere weiter dazu beitragen, dass, wie der Landrat am 28. März 2022 erklärt hatte, der Sport zum „Klebstoff für die Gesellschaft“ wird.

