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VerkehrsplanungEin Fünftel der Radwege in Bergheim gelten als unsicher

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Ein Fahrrad-Symbol ist auf der Fahrbahn einer Straße hinter einem Fahrrad zu sehen.

Der Ausschuss für Planung und Umwelt beschäftigte sich mit dem Radverkehr in Bergheim (Symbolbild). 

148 Kilometer Radweg standen auf dem Prüfstand. Eine Entscheidung der Bergheimer Politik gibt es dazu allerdings noch nicht. 

Der Ausschuss für Planung und Umwelt hat ein umfangreiches Konzept zur Beratung zurück in die Fraktionen gegeben. Es soll Bergheim fahrradfreundlicher machen.

Die Kreisstadt und die Stadtwerke Bergheim hatten das Stadt- und Verkehrsplanungsbüro Kaulen mit dem Konzept beauftragt. Dieses analysierte den aktuellen Zustand des Radverkehrs in der Stadt, glich es mit Qualitätskriterien ab und bündelte eine Liste von Maßnahmen, die je nach Dringlichkeit priorisiert wurden. In zwei Arbeitskreisen seien auch Vertreterinnen und Vertreter der Politik, des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), des Landesbetriebs, der Polizei, von SHG Handicap und weitere Personen beteiligt gewesen.

Bergheim: 148 Kilometer Radnetz auf dem Prüfstand

Auch Bürgerinnen und Bürger konnten sich beteiligen. Über eine Online-Plattform konnten sie den Netzplanentwurf einsehen und Rückmeldungen geben. Es seien insgesamt 119 Anregungen und Ideen sowie 23 Kommentare eingeflossen.

Laut Konzept wird der Radverkehr in Bergheim aktuell auf etwa 78 Prozent des Radnetzes, also 116 Kilometer, gesichert geführt. Auf knapp 22 Prozent des Netzes (circa 32 km) werde der Radverkehr jedoch nicht gesichert geführt. Beispielsweise gebe es Straßen, bei denen Mischverkehr herrscht und die Autos Tempo 50 oder höher fahren dürfen. Die Kriterien sehen hier eigentlich eine Trennung zwischen Rad- und Autoverkehr vor. Dazu sei ein Großteil der Radwege zu schmal.

Netzlücken von Büsdorf nach Rheidt und Ingendorf

Trotz positiver inhaltlicher Rückmeldung seitens verschiedener Parteien votierten die Ausschussmitglieder dafür, sich nochmal in ihren Fraktionen zu beraten. Helmut Paul (CDU) erklärte dazu: „Wir wissen um die große Bedeutung des Fahrradverkehrs. Wir wollen auch dieses Konzept weiter positiv begleiten.“ Es gebe allerdings noch Beratungsbedarf und den Wunsch, den ADFC stärker ins Boot zu holen.

Dem stimmte auch Carsten Ganser von der SPD zu und erklärte, dass auch der Stadtrat für besseren Radverkehr an einem Strang ziehen will. Peter Hirseler (Grüne) lobte ebenfalls die inhaltliche Zielsetzung, hatte aber auch Kritik an der konkreten Planung. Er merkte an, dass Radwege von Büsdorf nach Rheidt und nach Ingendorf Netzlücken schließen würden.