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StadtratGruppe will Stelle des Ersten Beigeordneten in Erftstadt einsparen

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Zu sehen ist ein weißes vierstöckiges Gebäude mit der Aufschrift „Rathaus“.

Der Rat kommt am Dienstag (10. Februar) zu einer Sitzung zusammen, bei der es auch um die Beigeordneten-Stelle geht. 

Die Ausschreibung der Stelle ist Thema im Stadtrat. Der Verwaltung zufolge ist die Stelle „zwingend nachzubesetzen und auszuschreiben“.

Die Gruppe FWG/Aufbruch beantragt für die heutige Ratssitzung, auf die Ausschreibung der Stelle des Ersten Beigeordneten zu verzichten und die Ämter des Dezernats auf die übrige Verwaltungsspitze aufzuteilen. Bernd Bohlen und Raymond Pieper begründen: „Eine langfristig erfolgreiche Sanierung des Haushaltes setzt nicht zuletzt erhebliche strukturelle Einsparungen voraus.“

Eine Möglichkeit sehe die Gruppe in der Straffung der Verwaltungsspitze. Zudem beantragt die Gruppe, bei der Neuverteilung der Ämter auch Gerd Schiffer, den Leiter der Stabsstelle Wiederaufbau und des Stadtentwicklungsbetriebs, einzubinden. Weiter lautet es im Antrag: „Die Verwaltungsspitze wird insgesamt neu organisiert.“ Diese sollen neben Bürgermeisterin Carolin Weitzel künftig drei Personen bilden.

Erftstadt: Wahl eines neuen Ersten Beigeordneten am 19. Mai in einer öffentlichen Ratssitzung

Die Ausschreibung der Stelle steht auf der Tagesordnung der Ratssitzung am Dienstag (10. Februar). In der Vorlage verweist die Verwaltung auf die Gemeindeordnung (GO) NRW. Der GO zufolge muss in kreisangehörigen Städten mindestens ein Beigeordneter eine klassische Verwaltungsausbildung im gehobenen Dienst haben.

„Mit dem Ausscheiden des Ersten Beigeordneten ist diese Voraussetzung für die Besetzung des Verwaltungsvorstandes nicht mehr erfüllt, so dass die Stelle mit dem erforderlichen Anforderungsprofil zwingend nachzubesetzen und auszuschreiben ist“, heißt es in der Vorlage. Bewerbungsschluss soll Mitte März sein, die Wahl am 19. Mai in einer öffentlichen Sitzung des Rates.

Im Januar 2025 hatte die damalige Fraktion Aufbruch '22 beantragt, die frei werdende Stelle des Ersten Beigeordneten nicht mehr neu besetzen. Jörg Breetzmann sollte zum 1. April 2025 die Geschäftsführung der Stadtentwicklungsgesellschaft in Frechen übernehmen. Dazu kam es nicht. Kürzlich verabschiedete die Verwaltung Breetzmann, dessen Wahlperiode mit dem 28. Februar endet, in den Ruhestand. (eva)