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Starke FrauenstimmenSängerinnen gaben in Erftstadt den Ton an

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Das Bild zeigt mehrere junge Frauen auf der Bühne.

"Starke Frauenstimmen" erklangen beim jüngsten Konzert der Benefizreihe "Musik für Erftstadt". Beim krönenden Finale machten Jördis Tielsch, VeraLee, Kathrin German und Lilianna Wysocki (v.l.) zur Freude des begeisterten Publikums gemeinsame Sache.

Das jüngste Konzert der Benefizreihe „Musik für Erftstadt“ stand unter der Überschrift „Starke Frauenstimmen“

Die Terminierung – Konzertbeginn am Samstagnachmittag um 13.30 Uhr – war ungewöhnlich, doch der große Saal des Anneliese-Geske-Kulturhauses füllte sich dennoch schnell. Denn es hat sich herumgesprochen, dass bei der Benefizreihe „Musik für Erftstadt“ stets Klänge von besonderer Güte geboten werden. Diesmal gaben „Starke Frauenstimmen“ den Ton an. Gleich vier Sängerinnen betörten das begeisterte Publikum bis in den frühen Abend hinein mit facettenreich interpretierten Pop-, Folk- und Jazzsongs und sorgten mit ihren unwiderstehlichen Stimmen auch dafür, dass die Spendendosen für den guten Zweck großzügig gefüllt wurden.

Den Auftakt machte mit Kathrin German aus dem südhessischen Heppenheim eine hochtalentierte Newcomerin, die mit ihren erst 18 Jahren schon einiges vorzuweisen hat. Weshalb sie bei diversen bundesweiten Wettbewerben vordere Plätze errungen hat, stellte die erfrischend unbekümmert auftretende junge Frau mit einer Auswahl ihrer Lieblingssongs unter Beweis.

Hits von Lady Gaga, Rihanna oder Sienna Spiro

Zu Begleitmusik aus der Konserve erklangen nicht nur aktuelle Hits von Lady Gaga, Rihanna oder Sienna Spiro, sondern auch erstaunlich reif interpretierte Jazzstandards und Soulklassiker beispielsweise von Etta James sowie als besonders mutiges Highlight eine Coverversion von Whitney Houstons Mega-Hit „One Moment in Time“.

Danach wurde es kuschelig: Lilianna Wysocki, Wahl-Hamburgerin mit polnischen Wurzeln, trumpfte zu Stefan Schapers dezenter Klavierbegleitung mit eigenen Liedern und bekannten Pop-Ohrwürmern von Christopher Cross oder Michael Jackson auf. Solche Nummern kleidet Wysocki aber in einen ganz entspannten, samtigen, aufs Wesentliche reduzierten Jazz-Lounge-Stil, der ihre starke Stimme besonders gut zur Wirkung kommen lässt.

Nicht nur moderiert, sondern auch gesungen

Dann schlug die Stunde der Lokalmatadorin: VeraLee aus Erftstadt-Blessem führte nicht nur als Moderatorin durch den Nachmittag, sondern überzeugte das Publikum auch mit gefühlvollen englischsprachigen Pop- und Folkballaden mitten aus dem Leben, die in bester Singer/Songwriter-Manier fast alle aus eigener Feder stammen und meist von der akustischen Gitarre begleitet werden.

Der Top Act bei „Musik für Erftstadt“ war eindeutig der Auftritt von Jördis Tielsch und ihrem Gitarristen Peter Schneider. Die zwischen Köln und Hamburg pendelnde 30-jährige Sängerin strahlt eine enorme Bühnenpräsenz aus, gibt irischem Folk, amerikanischer Country Music und deutscher Liedermacherinnen-Kunst eine eigene Note und glänzt als ausgezeichnete Violinistin. Als alle vier Sängerinnen am Ende Abbas „I Have a Dream“ gemeinsam intonierten, gab es stehenden Applaus.

Beifall und lobende Worte von Bürgermeisterin Carolin Weitzel als Schirmherrin verdienten sich auch die Geschwister Petra und Hans-Jürgen Dünnwald als Initiatoren von „Musik für Erftstadt“. Mit den Spenden der Veranstaltung, die wieder von weiteren Sponsoren unterstützt wurde, möchten sie dem schulischen Präventionsprogramm „Gewaltfrei lernen“ helfen.