Abo

HaushaltskriseDie Stadt Frechen muss ihre geplanten Kulturwochen absagen

2 min
Das Foto zeigt das Tango-Ensemble im Stadtsaal.

Das Tango-Ensemble Bandonegro trat 2024 zum Abschluss der letzten Kulturwochen im Stadtsaal Frechen auf.

Mit 54 Veranstaltungen fanden die Kulturwochen 2024 zum siebten und vorerst letzten Mal statt. Dieses Jahr fällt das schon geplante Festival nun aus. 

Die Absage kommt für einige Kulturorganisatoren und Künstler überraschend: Die Stadt Frechen teilt mit, dass die für das Jahr 2026 geplanten Kulturwochen „leider abgesagt werden müssen“. Sie sollten wieder als großes Festival vom 12. bis 27. September im gesamten Stadtgebiet stattfinden. Als Grund nennt Bürgermeister Uwe Tietz die desolate Finanzlage der Stadt sowie Personalmangel in der Verwaltung.

Frechen: Stadt hofft auf Kulturwochen in 2028

„Diese Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen“, so Tietz. „Die Kulturwochen sind ein wichtiger Bestandteil des städtischen Kulturlebens, und wir wissen, wie sehr Künstlerinnen und Künstler, Partnerinnen und Partner sowie das Publikum diese Veranstaltungen schätzen. Aufgrund der vorläufigen Haushaltsführung nach Paragraf 82 Gemeindeordnung und der derzeit angespannten Personalsituation in der Abteilung Kultur, Freizeit und Sport ist eine Durchführung in diesem Jahr jedoch nicht möglich.“

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten, die bereits Zeit, Energie und Ideen in die Kulturwochen investiert haben
Stadt Frechen zur Absage der geplanten Kulturwochen im September

Das letzte Mal wurden die Kulturwochen im Jahr 2024 durchgeführt. Bei der siebten Auflage gab es damals 54 Veranstaltungen von 34 Organisatoren. Mehrere Hundert Besucher strömten zu dem bunten Mix für alle Altersklassen aus Konzerten und Lesungen, Comedy, Theateraufführungen und Ausstellungen. Auch Verkostungen, Workshops, Atelierbesuche, Führungen und Rundgänge sowie Vorträge und Filme standen damals auf dem Programm. Neben professionellen Veranstaltern traten auch Vereine und Einzelpersonen auf. Eine ausführliche Programmbroschüre informierte über das Angebot.

Die Stadtverwaltung bedauere die Absage ausdrücklich, heißt es in einer Mitteilung. Sie bedanke sich bei allen Beteiligten, die bereits Zeit, Energie und Ideen in die Kulturwochen investiert haben. „Wir hoffen, im Jahr 2028 wieder ein vielfältiges und inspirierendes Programm anbieten zu können“, stellte der Beigeordnete Andreas Pöttgen in Aussicht.