Abo

Nabu-AktionSo werden in Frechen wieder Hunderte Amphibien gerettet

2 min
Auf dem Bild sind Helfer mit Schaufeln und Schubkarren zu sehen.

Rund 40 ehrenamtliche Helfert bauten an der Dürener Straße Schutzzäune für Amphibien auf.

Sechs bis acht Wochen lang sind die Ehrenamtler täglich in Aktion, um die Tiere über Straßen zu ihren Laichgewässern zu tragen. Im vergangenen Jahr wurden 552 Tiere gezählt. 

Die Zeit der Amphibienwanderung beginnt je nach Witterung zwischen Februar und März. Auch wenn das kalte Wetter die Tiere in den vergangenen Tagen noch nicht zum Aufbruch zu ihren Laichgewässern bewegte, ist in Frechen nun alles gut vorbereitet: Am vergangenen Samstag (31. Januar) trafen sich bei Regen rund 40 Akteure von der Frechener Nabu-Ortsgruppe, einige Geocoacher und die Fuchs-Gruppe, um den rund 900 Meter langen Schutzzaun für Amphibien entlang der Dürener Straße aufzubauen und dabei Müll zu sammeln. Der Zaun fängt im Kreisverkehr Grube Carl an und verläuft in Richtung Habbelrath.

Auf dem Bild sind zwei Hände mit schwarzen Handschuhen zu sehen, auf denen ein kleiner Molch sitzt.

Der Waldkindergarten "Waldkönige" kümmert sich in Kooperation mit dem Nabu Frechen um die Sicherheit der wandernden Amphibien.

Unter fachmännischer Anleitung von den Frechener Amphibienkennern Wenke Trommer und Stefan Gabriel errichteten die ehrenamtlichen Helfer den Zaun, stabilisierten und dichteten ihn mit Sand ab, damit kein Tier unter dem Zaun hindurch kommt. Der Sand wurde von der Firma Demel gekauft und geliefert. 

Die Zahl der Amphibien geht jedes Jahr leider weiter zurück, mit diesem Projekt wollen wir dazu beitragen, den Fortbestand von Fröschen, Kröten und Molchen zu erhalten
Simone Billotin, Sprecherin der Nabu Ortsgruppe Frechen

An den Fangzäunen werden in eingegrabenen Eimern die Amphibien aufgefangen, sie werden dann in den frühen Morgenstunden von Helfern eingesammelt, registriert und über die Straße zu den Gewässern getragen. Seit gestern (6. Februar) sind die Eimer geöffnet, heute (7. Februar) werden die ersten Tiere gesammelt.  Sobald das Wandern begonnen hat, muss täglich, rund sechs bis acht Wochen lang kontrolliert und geleert werden.  

Frechen: Im vergangenen Jahr wurden 552 Tiere gezählt

„Die Zahl der Amphibien geht jedes Jahr leider weiter zurück, mit diesem Projekt wollen wir dazu beitragen, den Fortbestand von Fröschen, Kröten und Molchen zu erhalten“, erläutert Simone Billotin, Sprecherin der Nabu Ortsgruppe Frechen. Im vergangenen Jahr hätten die Naturschützer 552 Tiere gezählt, im Jahr 2024 nur 280. Vor einigen Jahren waren es noch um die 3000 Exemplare. 

In Kürze sollen auch noch weitere Schutzzäune in den Frechener Stadtteilen Bachem und Königsdorf aufgebaut werden. In Königsdorf wird die Schutzmaßnahme von dem Waldkindergarten Waldkönige mit betreut.