Die Stadt investiert rund 480.000 Euro in die neue Anlage im Bürgerpark. Beim Bau der Halfpipes und Rampen ist viel Handarbeit gefragt.
Symbolischer SpatenstichGroße Vorfreude auf die neue Skateanlage im Hürther Bürgerpark

Zum Spaten griffen unter anderen Beigeordneter Jens Menzel, Silvia Lemmer vom Jugendhilfeausschuss, Bürgermeister Dirk Breuer, Petra Annen-Waizner und Michaela Büsgen vom Jugendamt sowie Max Beckmann von „Yamato Living Ramps" .
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So vielversprechend wie das Wetter beim symbolischen ersten Spatenstich am Mittwoch (15. April) soll auch die neue Skateanlage im Hürther Bürgerpark in Hermülheim werden, die Anfang September fertiggestellt werden soll. Seit rund vier Jahren warten Hürther Skatefans auf ein neues Areal, nachdem die Anlage im Frühjahr 2022 aufgrund eines Vandalismusschadens gesperrt werden musste.
Für einen Ersatz oder eine Erweiterung fehlte es zunächst an Geld, später an Personal und Ersatzteilen. Doch langwierige Prozesse seien für ein gutes Ergebnis unabdinglich, wie Bürgermeister Dirk Breuer betont. Auch, weil die Skateparkbesucher noch lange von der Sportanlage profitieren sollen. Für die neue Anlage in Hürth, für die rund 480.000 Euro investiert werden, sind neben Baumneupflanzungen zusätzliche Sitzgelegenheiten und vor allem bald 700 Quadratmeter Fahrfläche vorgesehen.
Hürth: Impuls kam aus dem Kinder- und Jugendforum
Die Skateanlage ist ein lang gehegter Wunsch vieler Jugendlicher. Der Impuls für einen Ausbau entstand aus dem Kinder- und Jugendforum und durch Befragungen an Schulen. „Die Anlage ist eine gezielte Investition für junge Leute, die sich hier in Hürth wohlfühlen sollen. Die Nutzerinnen und Nutzer wissen selbst am besten, wo es langgeht“, hebt Dirk Breuer in seiner Ansprache kurz vorm Spatenstich hervor.
Dass die Bedürfnisse von jungen Menschen und Skatefans im Vordergrund stehen, zeigt sich auch am Konzept der ausführenden Firma und des Meisterbetriebs „Yamato Living Ramps“ aus Hannover. Das Unternehmen ist auf den Bau von Skateparks und Rampen spezialisiert. Die Mitarbeiter der Firma sind nicht nur handwerklich versiert, sondern selbst Skater, daher kennen sie die Bedürfnisse und Wünsche der Szene.
Skateanlage im Hürther Bürgerpark bietet Elemente für Anfänger und Profis
Während der bereits bestehende Teil der Skateanlage für Jüngere und Anfänger gedacht ist und durch kleine Rampenelemente erweitert wird, können sich Skateprofis und Fortgeschrittene auf den Neubau freuen, der als sogenannter „Flowpark“ konzipiert ist – die Anlage wird also in einem Fahrfluss befahrbar sein. Der Geschäftsführer der Firma „Yamato Living Ramps“, Max Beckmann, kennt die Frustration der Skaterinnen und Skater über immergleiche Elemente und Rampen der Fertigbauweise.
Daher soll die Anlage in unterschiedliche Schwerpunkte aufgeteilt werden und vielseitige Bereiche für Tricks, Sprünge sowie fürs Street-Skateboarding einbinden. Auch von der Fertigbauweise grenzt sich das Konzept ab, denn laut Beckmann lässt der Betrieb „viel Handarbeit, viel Kunst und persönliches Können“ in den Bau einfließen, auch, weil der Beton von Hand geglättet wird, um die organische Bauweise mit geschwungenen Rampen zu ermöglichen.
Das Warten hat nun ein Ende, denn dem symbolischen Spatenstich sind schon die ersten Arbeiten vorausgegangen, von denen bereits verheißungsvolle Erdhügel und Bagger künden.

