Geplant ist außerdem, durch Umbauten im Bauteil B mehr Raum für Unterricht zu schaffen. Die beiden Sporthallen werden getrennt geplant.
Umbau geplantAlbert-Schweitzer-Gymnasium in Hürth wird zunächst mit Containern erweitert

Die Klassencontainer sollen von der Realschule ans Albert-Schweitzer-Gymnasium versetzt werden.
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Die Erweiterung des Albert-Schweitzer-Gymnasiums wird losgelöst vom Sporthallensanierungskonzept geplant. Diesen Beschluss fasste der Planungsausschuss einstimmig. Zuletzt war vorgesehen, im Neubau einer Dreifachhalle auf der Fläche der Fahrradabstellanlage auch ein Oberstufenzentrum mit zehn Kursräumen zu errichten. Davon rückt die Stadt aus Kostengründen wieder ab. Stattdessen soll Raum durch Umbauten im Gebäudeteil B geschaffen werden.
Um den Raumbedarf zu decken, der durch die Rückkehr zum Abitur nach neun Jahren (G9) entsteht, plant die Verwaltung zunächst eine provisorische Lösung. Auf dem Schulhof soll eine zweigeschossige Containeranlage aufgebaut werden. Im ersten Schritt sollen sechs nicht mehr benötigte Container von der Realschule an die Sudetenstraße versetzt werden, berichtete Gebäudeamtsleiter Christian Stähler. Vier weitere Container sollen später folgen. Darüber hinaus werden vier Räume durch Umnutzungen im Bestandsgebäude geschaffen.
Hürth: Bauteil B soll vor allem für die Oberstufe genutzt werden
Dauerhaft mehr Raum soll im Bauteil B entstehen, den die Schule für die Oberstufe nutzen will. Unter anderem sollen die naturwissenschaftlichen Sammlungsräume in Unterrichtsräume umgewandelt werden. Auch der Bereich der Schülerbibliothek soll umgebaut und das dahinterliegende Atrium überbaut werden. Dort könnten Lerninseln mit Kurs- und Differenzierungsräumen entstehen. Geprüft werde zudem, ob das Gebäude weiter aufgestockt werden könne.
Die Containeranlage werde längerfristig auf dem Schulhof bleiben, kündigte Stähler an. In dem 50 Jahre alten Gebäude seien energetische Sanierungen wie der Austausch von Fenstern erforderlich, die abschnittsweise erfolgen und bis Ende 2028 dauern sollen. Während der Bauphase soll zeitweise Unterricht in die Container verlagert werden.
Planänderung beim Bau neuer Sporthallen in Hürth
Gespart werden soll durch die Planänderung vor allem bei den Sporthallen. Beim Neubau einer Dreifachhalle sei nun eine architektonisch weniger aufwendige „Lösung von der Stange“ möglich, so Stähler. Entgegen der ursprünglichen Planung soll die Halle auf dem Schulhof nicht durch einen Neubau ersetzt, sondern saniert werden. Schulleiter Thorsten Jürgensen-Engl signalisierte Zustimmung, er berichtete von „konstruktiven Gesprächen“ mit der Verwaltung. Entscheidend sei, dass die Schule dauerhaft mehr Raum erhalte.
Im Ausschuss sprach Rüdiger Winkler (CDU) von einer „guten Lösung“, die nicht nur kostengünstiger und schneller umzusetzen sei, sondern auch kein weiteres Gebäude erfordere. Auch die Grünen stimmten zu, Fraktionssprecher Hendrik Fuchs kritisierte aber das „langjährige Hin und Her“. Außerdem sei unklar, ob die Räume, die im Gebäudebestand geschaffen werden könnten, mittelfristig ausreichten. Michael Kleofasz (SPD) sagte, seine Fraktion trage die „Kompromisslösung“ mit, er sehe aber noch viele offene Fragen, vor allem zur Zukunft der Bestandssporthalle. Die Verwaltung habe bislang nicht dargelegt, dass eine Sanierung tatsächlich die günstigere Lösung sei.
