Tiere füttern, Ställe ausmisten, Pferde anhalftern: Die 13-jährige Jana hat ihr Schulpraktikum auf dem Gnadenhof Huppenhardt verbracht. Ein Erfahrungsbericht.
Misten statt MatheJanas Woche auf dem Gnadenhof in Much

Die Stute Wallburga, ein Shire-Horse-Mix, ist eines der größten Tiere auf dem Hof.
Copyright: Jana
Ich war im April eine Woche auf dem Gnadenhof Huppenhardt in Much und habe dort mein Schulpraktikum gemacht.
Der Hof Huppenhardt ist ein Gnadenhof. Ein Gnadenhof ist eine Zufluchtsstätte für Tiere in Not. Von hier aus werden Hühner, Enten, Katzen, Schweine, Pferde, Esel, Schafe und Ziegen in gute Hände weitervermittelt.
Manche Tiere bleiben bis zum Lebensende auf dem Gnadenhof, zum Beispiel weil sie nicht vermittelbar sind. Der Hof beherbergt rund 100 Tiere. Darunter auch zwei erblindete Tiere: das Pony Queen und der Wallach Kalimero.
Zuletzt sind vier neue Tiere eingezogen: die Pferde Florence und Samira sowie die Shetlandponys Paul und Linda. Alle sind noch adoptierbar.
In der Vergangenheit lebten auch Rinder und Kühe auf dem Gnadenhof, doch aus Platzgründen und wegen der Kosten ist dies aktuell nicht möglich.
Ich war in der Woche täglich von 8 bis 16 Uhr im Einsatz. Mir hat die Arbeit auf dem Hof sehr viel Spaß gemacht – ich würde so ein Praktikum jederzeit empfehlen. Zu meinen Aufgaben gehörte unter anderem die Fütterung, das Ausmisten der Ställe und das Anhalftern der Pferde.
Besonders spannend war außerdem, dass in meiner Zeit auf dem Gnadenhof die Schafe in ein anderes Gehege verlegt werden mussten, weil der Zaun erneuert werden muss. Teilweise bestehen die Zäune auf dem Hof aus dem Gummi von Autoreifen. So wird sichergestellt, dass sich die Tiere, vor allem die Pferde, nicht verletzen.
Der Hof finanziert sich hauptsächlich durch Geld- oder Sachspenden sowie Tierpatenschaften. (red)

