Der verletzte Unfallverursacher musste davon abgehalten werden, mit einem Rettungswagen wegzufahren.
Wieder voll gesperrtErneuter Auffahrunfall auf der Autobahn A3 Richtung Köln

Mit Handschellen musste der Unfallverursacher abgeführt werden, nachdem er einen dubiosen Fluchtversuch unternommen hatte.
Copyright: Ralf Klodt
Die Unfallserie auf der Autobahn A3 bei Königswinter-Thomasberg nimmt kein Ende. Am Sonntagmorgen gegen 8.45 Uhr ereignete sich in der Baustelle erneut ein Auffahrunfall. Bereits am Samstag und am Freitag hatte es in Höhe der Brücke Dollendorfer Straße gekracht.
Diesmal waren vier Pkw beteiligt, in denen insgesamt acht Personen saßen. Drei Beteiligte wurden bei dem Auffahrunfall verletzt. In der Baustelle, wo die Fahrbahnen von drei auf zwei Spuren reduziert werden, ereignete sich der Zusammenstoß. An dieser Stelle sind sowohl der Seitenstreifen als auch die rechte Spur mit Baken abgesperrt.
Unfallverursacher wollte mit RTW wegfahren
Unfallverursacher war laut Polizei ein aus Augsburg stammender Opel-Zafira-Fahrer, der von hinten auf die anderen Fahrzeuge auffuhr. Beim Verursacher war das rechte Vorderrad abgerissen.
Der Fahrer des Opel galt zudem als am schwersten verletzt und sorgte durch eine kuriose Situation für Aufsehen: Während der Behandlung im Rettungswagen versuchte er, durch das Fahrzeug auf den Fahrersitz zu gelangen, um augenscheinlich mit dem RTW wegzufahren.
Vollsperrung der A3 am Sonntagmorgen
Polizei und Rettungskräfte konnten ihn daran hindern und begleiteten ihn trotz massiver Gegenwehr zurück in den Behandlungsraum des Fahrzeugs. Dabei setzten sie auch Handschellen ein. Später brachten ihn die Beamten unter Polizeibegleitung in ein Krankenhaus. Ob die Ausfälle durch Medikamente oder Drogen zustande kamen, war nicht bekannt.
Drei Rettungsfahrzeuge, die Polizei und die Löscheinheit Königswinter waren im Einsatz. Während der Unfallaufnahme war die A3 am frühen Sonntagmorgen kurzzeitig voll gesperrt. Nach gut einer Stunde wurde die erste Spur wieder freigegeben. Im Osterverkehr bildete sich ein langer Stau.
Am Sonntag gab es gleich zwei Unfälle auf dem Streckenabschnitt
Am Nachmittag gab es dann gegen 15.30 Uhr den nächsten Unfall, Nummer vier auf dem Streckenabschnitt an diesem Wochenende. Nur knapp 300 Meter entfernt von der Einsatzstelle am Morgen stießen dieses Mal drei Autos zusammen. Der Fahrer eines BMW wurde dabei leicht verletzt. Zunächst war über den Notruf seines Wagens eine Alarmmeldung abgesetzt worden.

In der Baustelle bei Königswinter-Thomasberg gab es am Sonntag, 12. April, einen zweiten Unfall.
Copyright: Ralf Klodt
Die Feuerwehren aus Königswinter und Sankt Augustin rückten zu einem Unfall mit eingeklemmter Person aus, da kein Kontakt mehr zu dem Fahrer hergestellt werden konnte. Doch als die Einsatzkräfte eintrafen, standen die Beteiligten bereits auf dem durch die Baustelle abgesperrten Standstreifen. Der Mann wurde von der Besatzung eines Rettungswagens und einem Notarzt behandelt, die Insassen der anderen Fahrzeuge blieben unverletzt.

