In der Aggerstraße im Stadtteil Brückberg hatte offenbar ein Bagger ein Loch in eine Leitung gerissen. In großen Mengen strömte Gas aus.
Leitung bei Bauarbeiten beschädigtGasaustritt in Siegburg - Bewohner mussten Häuser verlassen

Im Siegburger Stadtteil Brückberg ist am Donnerstag bei Bauarbeiten eine Gasleitung getroffen worden. Gas strömte aus, rund um den Adolf-Kolping-Platz wurde weiträumig abgesperrt.
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Die Feuerwehr Siegburg ist am Donnerstagnachmittag (26. Februar) zu einem Großeinsatz auf den Brückberg ausgerückt. Bei Straßenbauarbeiten hatte offenbar ein Bagger in der Aggerstraße ein Loch in eine Leitung gerissen. In großen Mengen strömte Gas aus. Die Mehrfamilienhäuser am Adolf-Kolping-Platz und entlang der Aggerstraße wurden geräumt. Feuerwehrleute gingen von Haus zu Haus und benachrichtigten die Anwohner. Dutzende Bewohnerinnen und Bewohner sammelten sich an der Moltkestraße, der Rettungsdienst stand zur Betreuung bereit.
Einsatzleiter Daniel Göllner hatte in der nahegelgenen evangelischen Kirche einen Raum für die Unterbringung derer organisiert, die nicht bei Nachbarn und Freunden unterkommen konnten. Ein Anwohner musste vom Rettungsdienst behandelt werden, weil die Aufregung zu viel für ihn war.
Bis zum Abend dauerte es, bis die Bewohner in ihre Häuser zurückkehren konnten
Der Netzbetreiber schieberte die Leitung ab, zunächst waren mehrere Straßenzüge ohne Versorgung. Es strömte kein weiteres Gas mehr aus. Mit Messgeräten überprüften Mitarbeiter des Netzbetreibers dann die Keller und das Gebiet rund um die Einsatzstelle.

Hörbar strömte das Gas aus der beschädigten Leitung.
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Bis deutlich nach 18.30 Uhr dauerte es, bis die Häuser frei gemessen waren und keine Gefahr mehr bestand. Denn Bestandteile des ausgeströmten Gases hätten sich in den tiefer gelegenen Untergeschossen sammeln können. Allerdings lagen keine Messwerte vor, die Grenzwerte überschritten. Der Großteil war beim Austritt aus der beschädigten Leitung verwirbelt worden.
Anschließend konnten die Menschen wieder in ihre Häuser zurückkehren. Der Netzbetreiber legte das Rohr frei, um an die Schadstelle gelangen und das Leck reparieren zu können. Bereits um 18.05 Uhr war der bereitstehende Rettungsdienst aus dem Einsatz entlassen worden. Die Feuerwehr, die auch den Brandschutz sichergestellt hatte, baute ihre Maßnahmen zurück.
