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„Er wäre mir weggebrochen“Kwasniok erklärt nächsten Joker-Einsatz von Said El Mala

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Der 1. FC Köln konnte auch in Augsburg keine Punkte holen. Überflieger Said El Mala saß lange nur auf der Bank. Trainer Lukas Kwasniok bezog dazu Stellung.

Am Freitagabend kassierte der 1. FC Köln eine 0:2-Niederlage beim Tabellennachbarn Augsburg. Said El Mala durfte nicht lange mitmischen. Nach dem Spiel sprach Trainer Kwasniok ein Machtwort zum Thema El Mala.

Mit großen personellen Problemen ging der 1. FC Köln in die Partie beim FC Augsburg. Zahlreiche gestandene Spieler wie Jan Thielmann, Alessio Castro-Montes, Joel Schmied, Sebastian Sebulonsen oder Linton Maina fehlten. Da ruhten die Hoffnungen vieler Köln-Fans auf Youngster Said El Mala.

Said El Mala glänzte dieses Mal nicht als Joker

Der Youngster hatte zuletzt gegen Hoffenheim mit einem Tor und der Flanke zum Traum-Fallrückzieher von Ragnar Ache überzeugt. Am Donnerstag war die Erleichterung dann groß: El Mala war im Training dabei, nachdem er zuvor wegen Problemen in der Muskulatur geschont wurde.

Doch in Augsburg kam der Stürmer erst nach 66 Minuten in die Partie. Gegen nahezu perfekt organisierte Augsburger tat er sich schwer. Drei Kilometer gelaufen, zwölf Ballkontakte, vier Pässe, wovon drei nicht ankamen und weder ein Torschuss, noch eine Vorlage.

Nach dem Spiel erklärte FC-Trainer Lukas Kwasniok (44), warum er einen seiner besten Spieler nicht länger ranlassen konnte. Er sprach dabei ein Machtwort: „Grundsätzlich ist es so: Als ich anfing, mit ihm zu arbeiten, habe ich gesagt, dass ich mich um ihn kümmern werde. Wenn ich ihn jetzt in Augsburg von Beginn an oder auch nur 45 Minuten eingesetzt hätte, wäre er mir weggebrochen.“

Kwasniok über El-Mala-Dilemma: „Dann wäre ich nicht mehr glücklich geworden und wir alle auch nicht“

Kwasniok weiter: „Dann wäre ich nicht mehr glücklich geworden und wir alle auch nicht!“ El Mala hatte nach dem Hoffenheim-Spiel über eine Muskelverhärtung geklagt. Dass der Coach ihn nun weitestgehend schonte, ist auch eine erste Reaktion auf die zahlreichen Muskelverletzungen in dieser Saison.

Schmied, Heintz, Thielmann, Sebulonsen, Castro-Montes, Simpson-Pusey – sie alle fallen oder fielen schon wochenlang aus. Das will Kwasniok mit El Mala nicht passieren. Vor allem nicht in der entscheidenden Saisonphase, wo es im Kampf um den Klassenerhalt immer kniffliger wird.

Kwasniok erklärte, dass er gerne anders gehandelt hätte: „Wenn ich einen Spieler, der in der vergangenen Woche ein Tor und einen Assist beigesteuert hat, nur 30 Minuten spielen lasse, dann nur, weil ich mich um den Jungen kümmere. Und nicht, weil ich irgendeine Idee gehabt habe.“

Der Coach stellt nochmals klar: „Said hat keinen einzigen Sprint in der Woche machen können. Da war eine halbe Stunde das, was ich vertreten konnte.“ Auch Jahmai Simpson-Pusey hätte er gerne bis zum Schluss auf dem Feld gelassen, der Verteidiger musste nach 75 Minuten aber runter: „Wir hatten viele Muskelverletzungen, da bin ich jetzt sensibler und muss in den sauren Apfel beißen und muss Spieler rausholen.“

Das Kölner Restprogramm: Dortmund (H), Hamburger SV (A), Mönchengladbach (H), Frankfurt (A), Bremen (H), St. Pauli (A), Leverkusen (H), Union Berlin (A), Heidenheim (H), FC Bayern München (A).