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„Und tschüss!“Fan konfrontiert FC-Coach Kwasniok beim Training

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Die Vorbereitungen für das kommende Spiel gegen Dortmund wurden beim 1. FC Köln am Dienstag fortgesetzt. Ein Fan machte seinem Ärger Luft.

Etwa 100 Fans fanden sich am Dienstagvormittag (3. März 2026) am Geißbockheim ein. Sie versammelten sich bei strahlendem Wetter um den ersten Trainingsplatz, um die Übungen der Profi-Mannschaft zu beobachten.

Die Stimmung war jedoch nicht bei allen Anwesenden positiv. Ein verärgerter Anhänger stellte Coach Lukas Kwasniok eine Frage, als dieser das Spielfeld betrat: „Und Trainer? Wird das noch was mit der Mannschaft?“

Wütender Fan richtet sich direkt an El Mala

Der Coach setzte seinen Weg fort, ging verständlicherweise auf die Provokation gar nicht erst ein. Der Anhänger kommentierte dies mit den Worten: „Der reagiert gar nicht, hat er gar nicht nötig!“ Anschließend äußerte er weiter seinen Unmut über den Übungsleiter. Er sprach auch Spieler an, die seiner Ansicht nach zur Startelf gehören sollten, darunter Said El Mala sowie Dominique Heintz.

An El Mala gerichtet, rief der Zuschauer: „Der Coach ist demnächst weg! Dann spielst du wieder von Anfang an! Zwei Spiele gebe ich dem noch. Dortmund, Hamburg und tschüss!“

Andere Zuschauer äußerten sich am Trainingsrand ebenfalls abfällig über den Verein. Die Mannschaft sei zu angepasst, die Spielidee des Trainers zu unstrukturiert. Das Verhalten gegenüber Kwasniok hatte der frühere Köln-Trainer Ewald Lienen (72) schon am Montag im Gloria bemängelt. Er mahnte Achtung an und zeigte Verständnis für die Handhabung der Situation um El Mala. Das junge Talent müsse noch „erzogen werden“ und defensiv mehr für das Team leisten.

Die Vereinsführung in Köln ist weiterhin von der Tätigkeit des Coaches überzeugt. Rückendeckung erhielt er von Vizepräsident Ulf Sobek, der erklärte: „Lukas Kwasniok kennt Drucksituationen und hat in seiner Laufbahn mehrfach bewiesen, dass er Mannschaften stabilisieren und entwickeln kann. Ich erlebe täglich, mit welcher Intensität und Klarheit er mit seinem Trainerteam arbeitet.“ (red)