Während Steffen Baumgart bei Union Berlin gehen muss, ist sein früherer Assistent René Wagner erstmals als Cheftrainer erfolgreich.
„Das wird es niemals geben“Wagner schließt Rollentausch mit Baumgart kategorisch aus

René Wagner und Steffen Baumgart, hier beim Wiedersehen rund um das FC-Duell gegen Union Berlin am 20. Dezember 2025.
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Nach knapp anderthalb Jahren ist die Zeit von Trainer Steffen Baumgart bei Union Berlin beendet. Im Anschluss an die 1:3-Pleite bei Schlusslicht Heidenheim zogen die Verantwortlichen in der Hauptstadt am späten Samstagabend Konsequenzen.
Als Begründung für die Trennung nannte Sport-Chef Horst Heldt die Stagnation im Laufe der Rückrunde, nachdem der Vertrag des Trainers erst im Januar verlängert worden war. Mit noch fünf ausstehenden Spielen beträgt der Abstand von Union zum Relegationsplatz noch komfortable sieben Punkte.
Eta folgt bei Union Berlin auf Baumgart
Für Baumgart ist Berlin nach seiner Tätigkeit beim Hamburger SV die zweite Station ohne bleibenden Erfolg. Seine Nachfolge bei den „Eisernen“ tritt Marie-Louise Eta an. Sie schreibt damit Geschichte als erste hauptverantwortliche Trainerin in der Männer-Bundesliga. Bereits nach dem Weggang von Urs Fischer war Eta als Co-Trainerin für Union tätig gewesen.
Die Entlassung überraschte auch René Wagner, inzwischen Trainer beim 1. FC Köln. Wagner war lange ein Wegbegleiter von Baumgart und arbeitete fünf Jahre als sein Co-Trainer. Die gemeinsame Zeit erstreckte sich über den SC Paderborn, den FC, den HSV und Union. Im Sommer entschied sich Wagner, zu den Kölnern zurückzukehren.
Eine Woche vor dem Baumgartz-Aus hatte Wagner im Spiel bei Eintracht Frankfurt als FC-Trainer debütiert, gegen Werder Bremen feierte er nun bei der Heim-Premiere gleich den ersten Sieg.
Am Rande des Kellerduells konfrontierte ihn Laura Wontorra im TV-Interview mit der Frage, ob in Zukunft auch vertauschte Rollen denkbar seien: Wagner als Chef, Baumgart als Assistent.
Die von der DAZN-Moderatorin geöffnete Tür schloss Wagner allerdings umgehend wieder: „Das wird es niemals geben, dafür ist Steffen zu sehr Alphatier. Ich denke, das ist normal, wenn man so viele Jahre als Cheftrainer gearbeitet hat.“
Nach zwei Stationen ohne Glück stellt sich für den aus Rostock stammenden Baumgart die Frage nach seinem nächsten Karriereschritt. Für Wagner hat das Trainer-Abenteuer dagegen gerade erst so richtig Fahrt aufgenommen. (red)
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