Nach dem Derby gegen Leverkusen hadert Schiri Hartmann mit seinem Elfmeterpfiff gegen den FC. Er hätte sich anders entschieden.
Kontroverse um StrafstoßSchiedsrichter hat nach FC-Partie Zweifel an eigenem Pfiff

Robert Hartmann nach seinem Elfmeterpfiff gegen den 1. FC Köln.
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Beim 1. FC Köln herrscht Verärgerung wegen eines umstrittenen Handelfmeters für Bayer Leverkusen im Derby. Nach der Begegnung zeigt sich sogar Schiedsrichter Robert Hartmann unsicher bezüglich seiner Entscheidung.
Sky-Fachmann Dietmar Hamann (52) war von der Bewertung des Unparteiischen anschließend fassungslos. „Der Herr Hartmann hat es geschafft, dass ich wirklich das erste Mal sprachlos bin“, äußerte der konsternierte Vize-Weltmeister. Dies folgte, nachdem der Referee Robert Hartmann (46) kurz vorher Bedenken zu seinem eigenen Elfmeterpfiff geäußert hatte.
Hartmann: Ohne den Pfiff hätte er sich „besser gefühlt“
In der Begegnung des 1. FC Köln gegen Bayer Leverkusen (1:2) gab der Schiedsrichter kurz vor der Halbzeit einen Elfmeter. Eric Martel (23) blockte einen Schuss des Gegners am eigenen Sechzehner mit der Schulter, sein Arm war dabei angelegt. Der Spielverlauf wurde durch den Treffer von Patrik Schick (30) zum 1:0 stark beeinflusst.
Die Verärgerung beim FC war dementsprechend groß. Sofort diskutierte Martel mit dem Referee und wollte klarmachen, dass sein Arm nah am Körper war. Eine Intervention durch den VAR erfolgte nicht, weshalb Hartmann die Szene nicht am Bildschirm überprüfte.
„Wenn ich jetzt mit ein bisschen Abstand nach dem Spiel auf die Bilder gucke, muss ich sagen: Der Arm ist schon sehr, sehr nah am Körper“, räumte Hartmann bei Sky ein. Er fügte hinzu: „Ich würde mich jetzt nach dem Spiel besser fühlen, wenn ich hier auf Weiterspielen entschieden hätte.“
Die Kölner Spieler hatten die Situation auf dem Feld genauso eingeschätzt, wie Hartmann es nach dem Spiel tat. Der TV-Experte Hamann konzentrierte sich jedoch auf Martels aktive Bewegung zum Ball. Obwohl er findet, dass in der Bundesliga generell zu häufig Handelfmeter gegeben werden, war der Vorfall beim FC seiner Ansicht nach eindeutig strafbar: „Viel klarer kann es nicht sein.“
Den 59-fachen Nationalspieler machte es daher sprachlos, dass Hartmann im Spiel noch Hamanns Ansicht vertrat, im Gespräch danach aber eine entgegengesetzte Haltung einnahm und Größe bewies.
„Es spielt überhaupt keine Rolle, ob der Arm abgespreizt ist oder angelegt. Der spielt mit dem Arm den Ball. Wir spielen Fußball, und das ist ein absichtliches Handspiel für mich“, erklärte Hamann, als er seine Fassung wiedererlangt hatte.
Jedoch gab es auch bei Sky intern abweichende Ansichten. Im Rhein-Energie-Stadion unterhielten sich in der Halbzeitpause der Moderator Yannick Erkenbrecher (43) und der Kommentator Jonas Friedrich (45). Friedrich zeigte sich verständnisvoll für den Pfiff und das Nicht-Eingreifen des VAR, worauf Erkenbrecher erwiderte: „Ich sehe es anders.“ (red)
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