Vor dem Highlight-Spiel gegen Werder Bremen gab es für die Frauen des 1. FC Köln einen herben Dämpfer.
Köln verliert in HoffenheimCerci düpiert FC-Frauen – klares Abseits nicht gesehen

Selina Cerci war gegen ihren Ex-Klub die überragende Spielerin.
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Am kommenden Samstag (13 Uhr) empfangen die FC-Frauen Werder Bremen zum Highlight-Spiel im Rhein-Energie-Stadion. Fünf Tage zuvor kassierten die Kölnerinnen bei der TSG Hoffenheim am Montagabend eine deutliche Niederlage.
In der turbulenten Begegnung des 23. Spieltags der Frauen-Bundesliga musste sich der 1. FC Köln am Montagabend mit 2:6 (1:3) geschlagen geben. Herausragend: die frühere FC-Stürmerin Selina Cerci.
Im spärlich gefüllten Dietmar-Hopp-Stadion wurde die Mannschaft von Trainerin Britta Carlson von einer gravierenden Fehlentscheidung der Unparteiischen benachteiligt und machte zudem selbst zu viele Fehler.
Frühere FC-Spielerin Cerci mit Gala gegen Köln
Die Abwehr des FC war schon nach rund 90 Sekunden zum ersten Mal unaufmerksam. Marie Steiner konnte nach einem weiten Pass auf der linken Seite durchbrechen und spielte zu Cerci. Die ehemalige Kölnerin gelangte in den Strafraum, passte zurück zu Meier, welche vom Elfmeterpunkt das Führungstor für Hoffenheim erzielte (2.).
Ein früher Nackenschlag für Köln. Kurz darauf kam es noch schlimmer. Fassungslos mussten die FC-Spielerinnen das 0:2 durch Cerci hinnehmen (7.). Nach einem schlimmen Fehlpass von Pauline Bremer, den Nikee van Dijk umgehend zu Cerci spielte, erschien die Nationalspielerin komplett frei vor der Kölner Torhüterin Lisa Schmitz. Sie befand sich jedoch bei der Ballabgabe von van Dijk ungefähr einen Meter im Abseits – doch die Fahne blieb zum Entsetzen der FC-Frauen unten. Da es in der Frauen-Bundesliga keinen VAR gibt, konnte der verheerende Fehler der Linienrichterin nicht nachträglich korrigiert werden.
Ein ebenfalls grober Schnitzer der Hoffenheimer Torfrau Laura Dick verhalf den Kölnerinnen kurz darauf wieder zur Hoffnung. Dick schoss nach einer Rückgabe die heranstürmende Lydia Andrade an. Von deren Körper sprang die Kugel zum 1:2-Anschlusstor ins Netz (10.).
Die FC-Abwehr präsentierte sich jedoch weiterhin sehr unsicher. Dies nutzte van Dijk in der 19. Minute aus. Nach einem Zuspiel von Cerci erzielte sie ihr erstes Tor in der Bundesliga und stellte den Zwei-Tore-Vorsprung für das Heimteam wieder her.
Kurz vor dem Halbzeitpfiff legte Cerci mit ihrem zweiten Tor zum 4:1 nach (41.). Die Nationalspielerin, die in ihren beiden Spielzeiten für den FC aufgrund von Verletzungen lediglich 17 Partien absolviert hatte, war somit an sämtlichen vier Treffern der TSG in der ersten Halbzeit beteiligt.
Als Reaktion wechselte Carlson zur zweiten Hälfte doppelt. Sie brachte Sara Agrez und Anna-Lena Stolze für Adriana Achcinska und Martyna Wiankowska. Tatsächlich präsentierte sich Köln danach besser und schöpfte zu Beginn des zweiten Durchgangs neue Hoffnung, als Sandra Jessen den Ball nach einem Abpraller von TSG-Torfrau Dick zum 2:4 ins Netz (50.) beförderte.
Angespornt davon machten die FC-Spielerinnen Druck auf das dritte Tor. Dora Zeller kam in der 60. Minute ins Spiel, feierte nach einer langen verletzungsbedingten Pause ihre Rückkehr. Die beste Gelegenheit auf das 3:4 vergab Bremer in der 64. Minute, als sie komplett unbedrängt an Dick scheiterte. Im Gegenzug war es wiederholt Cerci, die Kölns Verteidigung in Schwierigkeiten brachte, zum Beispiel mit einem Schuss an die Latte in der 69. Minute.
Die Kölnerinnen gaben nicht auf, aber die Zeit wurde knapp. Cerci erzielte kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit das 5:2 für die TSG (90.). Nur beim 6:2 durch Laura Grimm (90.+4) war Cerci nicht involviert. (red)
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