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FC Bayern rechtfertigt Kritik an Referees„Werden unsere Meinung sagen“

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Patrick Ittrich

Patrick Ittrich leitet das Spiel in München. Unter besonderem Druck? (Archivbild)

Der FC Bayern verteidigt seine scharfen Äußerungen zur Schiedsrichterleistung im Spitzenspiel. Die Reaktionen darauf könnten das kommende Match beeinflussen.

Im Anschluss an die scharfe Kritik des FC Bayern am Referee nach dem Spitzenspiel in Leverkusen bekräftigte Sportdirektor Christoph Freund die Haltung des Klubs. „Wir werden immer als Bayern München unsere Meinung sagen. Und uns nicht den Mund verbieten lassen“, äußerte Freund vor der Bundesliga-Partie am Samstag.

Die Befürchtung, dass die Unparteiischen nun besonders unter Beobachtung stehen werden, äußerte hingegen Horst Heldt, Geschäftsführer von Union Berlin. „Die haben es nicht einfach. Weil natürlich jede Situation ganz genau beäugt wird und begleitet wird. Und das ist nicht in Ordnung“, zitierte die Deutsche Presse-Agentur (dpa) Heldt aus einer Sky-Sendung. Freund konterte am Freitag: „Die Befürchtungen haben wir nicht.“

Routinier Patrick Ittrich leitet die Partie

Die Leitung der Partie in der Münchner Allianz Arena wird Patrick Ittrich (47) übernehmen. Der aus Hamburg stammende Unparteiische gilt als sehr routiniert und hat vor Kurzem sein Karriereende zum Abschluss der Saison angekündigt.

Nach dem 1:1-Unentschieden in Leverkusen monierten die Verantwortlichen aus München vor allem die Gelb-Rote Karte gegen Stürmer Luis Díaz wegen eines angeblichen Täuschungsversuchs im Strafraum. Zudem wurde ein Treffer von Harry Kane aufgrund eines Handspiels nicht anerkannt. Ehrenpräsident Uli Hoeneß bezeichnete es sogar als „der schlechtesten Leistung eines Schiedsrichter-Teams, die ich je bei einem Bundesligaspiel erlebt habe“.

Freund: Recht auf Meinungsäußerung

Es sei eine Begegnung „mit vielen Emotionen, vielen strittigen Entscheidungen“ gewesen, konstatierte Freund eine Woche später. „Wir haben uns nach dem Spiel geärgert. Das haben wir auch gesagt. Das ist, glaube ich, auch unser Recht, wenn wir eine Meinung haben, dass wir die artikulieren. Das machen übrigens auch andere Vereine, wenn sie sich ungerecht behandelt fühlen. Dann sagen sie ebenfalls ihre Meinung.“

Gelb-Rote Karte für Luis Díaz

Das größte Bayern-Ärgern in Leverkusen war die Gelb-Rote Karte von Schiedsrichter Christian Dingert für Luis Díaz (r). (Archivbild)

Der Sportdirektor fügte hinzu: „Für uns ist die Sache erledigt.“ Mit Blick auf das kommende Spiel am Samstag schlug er versöhnlichere Töne an: „Die Schiedsrichter sind ein wichtiger Teil vom Fußball. Es ist auch wichtig, dass sie geschützt werden und ihre Leistung bringen können. Das wissen alle: Vereine, Spieler, die Funktionäre und Trainer. Es wird immer wieder Spiele geben, wo es strittige Situationen gibt und wo es mal einen besseren und mal einen schlechteren Tag gibt.“ (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.