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Regionalliga WestFortuna Köln zieht Kraft aus dem Widerstand

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26.02.2026, Fußball, Landespokal Mittelrhein, SC Fortuna Köln - TSV Alemannia Aachen, Südstadion, Viertelfinale Bitburger-Pokal, Saison 2025 2026: Chefrainer Matthias Mink Fortuna Köln gestikulierend am Spielfeldrand DFB regulations prohibit any use of photographs as image sequences and or quasi-video. Nordrhein-Westfalen Deutschland *** 26 02 2026, Football, Landespokal Mittelrhein, SC Fortuna Köln TSV Alemannia Aachen, Südstadion, Viertelfinale Bitburger Pokal, Saison 2025 2026 Chefrainer Matthias Mink Fortuna Köln gesticulating on the sidelines DFB regulations prohibit any use of photographs as image sequences and or quasi video Nordrhein Westfalen Germany

Fortuna Kölns Trainer Matthias Mink gibt Anweisungen im Spiel gegen Alemannia Aachen.

Der Südstadt-Klub trifft am Freitag auf die SSVg Velbert. Und auf einige bekannte Gesichter.

Ein Wiedersehen unter alten Bekannten – wenn der SC Fortuna Köln am Freitagabend in der Regionalliga West auf die SSVg Velbert (IMS-Arena, 19.30 Uhr) trifft, begegnen sich einige Ex-Kollegen. Bei Velbert stehen mit Nico Westerhoff und Max Wiese zwei ehemalige Profis der Fortuna unter Vertrag – Westerhoff ist ausgeliehen und kehrt nach Saisonende in den Kölner Süden zurück. Eine weitere Verbindung ist Velberts Trainer Bogdan Komorowski, der in Zollstock kein unbekanntes Gesicht ist.

Fortuna Köln trifft auf alte Bekannte

Der 40-Jährige coachte von Juli 2022 bis Mai 2025 die U 23 der Fortuna: „Wir freuen uns natürlich auf die Partie am Freitagabend gegen den Tabellenführer. Ich war mehr als drei Jahre Trainer der U 23 von Fortuna Köln. Dadurch hatte und habe ich noch immer viele Schnittpunkte mit Fortuna-Trainer Matthias Mink und seinem Staff. Es wird ein besonderes Spiel für mich werden und ein Wiedersehen mit alten Freunden.“

Auch Fortuna-Trainer Matthias Mink freut sich auf das Wiedersehen – wenngleich er dessen Einfluss auf die Partie nüchtern einordnet: „Wir stehen immer mal wieder in Kontakt – vor dem Spiel natürlich weniger. Aber das wird keinen Einfluss auf das Spiel haben.“

Auf den ausgeliehenen Westerhoff wird die Fortuna jedoch nicht treffen, der Angreifer ist verletzt. „Ich habe ein paar Spiele gesehen, unter anderem gegen Bochum und Düsseldorf. Nico macht das ordentlich. Entscheidend ist: Er bekommt dort Spielzeit auf dem Niveau“, erklärte Mink.

Die Ausgangslage könnte gegensätzlicher kaum sein. Fortuna zieht mit acht Punkten Vorsprung einsam ihre Kreise an der Tabellenspitze; Velbert steckt tief im Abstiegskampf, hat sich in den vergangenen Wochen aber vom letzten Platz auf Rang 16 vorgearbeitet. Die Fortuna ist Favorit, doch Velbert bezwang auch die höher gehandelten Teams Gütersloh, Bonn oder Mönchengladbach. In der Rückrundentabelle ist Velbert die viertbeste Mannschaft.

Das weiß auch Trainer Mink: „Sie spielen sehr leidenschaftlich und bringen eine hohe Bereitschaft auf den Platz. Sie transportieren den Abstiegskampf mit Hingabe, Intensität und viel Einsatz. Das macht sie so unangenehm: Sie richten sich weniger nach dem Gegner, sondern werfen alles in die Waagschale.“ Velberts Coach Komorowski gibt sich kämpferisch: „Wir wollen uns auf unsere Tugenden berufen, kämpfen, eine hohe Intensität an den Tag legen und Herz zeigen. Wir wollen es der Fortuna so schwer wie möglich machen.“

Fortuna Köln nimmt Schwung aus dem Sieg gegen Bocholt mit

Der 3:2-Erfolg beim 1. FC Bocholt am vergangenen Samstag könnte den ohnehin formstarken Südstädtern zusätzlichen Auftrieb gegeben haben. „In Bocholt hat man nach dem Ausgleich gemerkt, dass der Gegner für zehn, zwölf Minuten gestresst und genervt war – sie wollten uns mit hohem Druck die Luft zum Atmen nehmen. Sie bekamen durch das Tor einen Impuls, aber wir haben weitergespielt, als wäre nichts passiert. Diese Widerstandsfähigkeit brauchen wir, um in Spitzenspielen zu bestehen.“ Die Fortuna zeigt seit Saisonbeginn eine solche Resilienz, unabhängig vom Wettbewerb, ungeachtet des Gegners.

„Das kann man nicht herbeireden“, so Mink. „Man kann Aspekte im Training aufgreifen – aber am Ende musst du es erleben. Wir sind so widerstandsfähig, weil wir es in dieser Saison oft durchmachen mussten. Das hat uns geholfen.“ Nach der Partie gegen Velbert folgt das Heimduell mit dem SV Rödinghausen, ehe eine Woche danach, am 28 März, die Nachholpartie bei Fortuna Düsseldorf II stattfindet. In allen Partien dürfte eine solche Widerstandsfähigkeit erneut gefragt sein – Favoritenrolle hin oder her.