Die Kölner Drittliga-Handballer feiern einen 40:23-Sieg über Haßloch. Auch die FC-Frauen dürfen jubeln.
HandballDie Longericher Torfabrik läuft weiter reibungslos

Longerichs Torjäger Jonas Kämper
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Die Besucher der LSC-Arena durften sich am Samstag gleich über zwei Heimsiege freuen. Den Auftakt machten die Drittliga-Handballerinnen des 1. FC Köln, die sich im Spitzenspiel überraschend deutlich 30:21 (14:13) gegen den Tabellenführer Mainz-Bretzenheim durchsetzen konnten. Der Rückstand des FC auf den Spitzenreiter beträgt zwei Spieltage vor Saisonende noch drei Punkte – theoretisch wäre eine Kölner Meisterschaft also möglich. Nach einer knappen Pausenführung zogen die FC-Frauen in der zweiten Halbzeit mit einem 8:0-Lauf davon und sorgten für gute Stimmung in der Halle.
Wenig später traten die eigentlichen Hausherren an, Drittligist Longericher SC hatte die TSG Haßloch zu Gast. Hier fiel das Ergebnis mit 40:23 (19:12) noch deutlicher aus. „Das attraktivere Spiel hat der 1. FC Köln geboten, unseres war nicht so spannend“, resümierte LSC-Trainer Chris Stark. „Es war ein Start-Ziel-Sieg, er war zu keinem Zeitpunkt gefährdet.“
Longericher SC kontrolliert Partie nach Belieben
Gegen den ersatzgeschwächten Tabellenvorletzten kontrollierte Longerich von Beginn an das Spielgeschehen nach Belieben und setzte sich Stück für Stück ab. Schon zur Pause war die Partie bei einem Sieben-Tore-Vorsprung für die Kölner so gut wie entschieden. In Durchgang zwei ließ der Longericher Angriffswirbel nicht nach. Es habe viele schöne Tore aus dem Tempo-Angriff gegeben, lobte Coach Stark. „Der Gegner hat das Spiel immer wieder verlangsamt, das Tempo verschleppt. Trotzdem schaffen wir 40 Tore. Das ist ein Beweis für unsere Angriffsstärke“, meinte der Coach. „Die Tor-Anzahl gehört für uns schon fast zur Normalität. Aber 40 Tore sind im Handball eigentlich nicht normal.“
Über die 60 Minuten hinweg hatten sich in der Longericher Defensive allerdings immer wieder Fehler eingeschlichen. „Wir haben es nicht geschafft, konstant konzentriert zu spielen. Dafür waren wir vielleicht zu überlegen“, zeigte Stark Verständnis – zumal es Kritik auf hohem Niveau war. „Ich will nicht das Haar in der Suppe suchen.“ Die wichtigste Erkenntnis: „Die Torfabrik hat wieder funktioniert.“ Trainer Stark konnte dabei seinem kompletten Team Einsatzzeit verschaffen, jeder Feldspieler durfte ein Tor erzielen. Bester Schütze war einmal mehr Jonas Kämper (13 Treffer).
Ein paar freie Tage für den LSC
Nach dem Schützenfest dürfen Spieler und Trainer ein paar freie Tage genießen. Stark machte sich mit seinem Sohn auf in einen Kurzurlaub nach Spanien. Seine Mannschaft habe diese Pause nötig, „es waren intensive Monate seit Jahresbeginn“. Weiter geht es am 11. April mit der Partie bei der HSG Dutenhofen-Münchholzhausen II (19.30 Uhr).

