Ein hoffnungsvolles Gespräch mit Isabella Neven DuMont und Gürzenich-Chef Stefan Englert - Der Vorverkauf ist gestartet
Benefiz-Konzert am 15.3.Das Gürzenich-Orchester schenkt Zuversicht

Christina Landshamer wird als Solistin das Benefiz-Konzert „Zuversicht“ des Gürzenich-Orchesters am 15. März bereichern.
Copyright: Marco Borggreve
Zuversicht – Es könnte kaum einen schöneren Titel geben für ein Benefiz-Konzert zugunsten von in Not geratenen Kindern und Jugendlichen. Die Titel der vergangenen Charity-Konzerte Ihres Orchesters lauteten ähnlich schön: Zuflucht, Großes Kino und Herzenssachen. Herr Englert, inwiefern kann Musik benachteiligten jungen Menschen Zuflucht bieten?
Stefan Englert Musik ermöglicht ihnen, sich intensiv mit ihren eigenen Gefühlen und Vorstellungen auseinanderzusetzen, sich aus dem eigenen Kontext zu lösen und dadurch anders zu sich selbst zu finden. Ähnlich wie der Sport ist Musik zudem in höchsten Maße dazu in der Lage, Menschen zu verbinden, Grenzen zu überwinden und Gemeinschaft erlebbar zu machen, egal ob im Karneval, auf einem Pop- Konzert oder in der Kölner Philharmonie. Wir versuchen, als Kölner Institution immer wieder, dieses Erlebnis allen jungen Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft oder ihrem sozialen Status möglichst barrierefrei zu ermöglichen und ihnen damit Zufluchtsorte bieten. Zum Beispiel mit unseren inklusiven Konzert-Projekten für Familien in Kölner Bürgerzentren, bei unserer Kooperation mit dem queeren Jugendzentrum ‚Anyway‘ oder dem Projekt ‚Club ohne Namen‘, das Jugendlichen zwischen 14 und 20 Jahren ermöglicht, Proben und Konzerte zu besuchen und ihre Kritik und Wünsche in die Diskussion einzubringen.
Frau Neven DuMont, warum bedeuten die Gürzenich-Konzerte großes Kino für Ihren Verein„ wir helfen“?
Isabella Neven DuMont Weil diese wunderbaren Veranstaltungen den Gästen zweierlei bieten: Ein sehr schönes Kunst-Erlebnis und die Möglichkeit, dabei Gutes zu tun. Ähnlich wie ein Kinofilm regt Musik zum Träumen an – zum Beispiel davon, was man in seinem Leben noch erreichen möchte. Damit kann Musik gerade für junge Menschen ein unheimlich wichtiger Treiber für Zuversicht, für die Hoffnung auf eine gute Zukunft sein.
Herr Englert, warum ist die inzwischen 13-jährige Zusammenarbeit mit „wir helfen“ eine Herzenssache für Ihr Orchester?
Weil ‚wir helfen‘ eine Initiative ist, die man, wenn es sie nicht gäbe, unbedingt erfinden müsste. Denn der Verein schafft es auf einzigartige Art und Weise, die Kölnerinnen und Kölner auf Probleme junger Menschen hinzuweisen, ihnen gleichzeitig aber auch Lösungsansätze anzubieten, indem er ihnen die Chance gibt, Verantwortung zu übernehmen – für Kinder und Jugendliche, denen das Leben nicht so rosig mitspielt. Der Verein liegt uns auch deshalb am Herzen, weil es eine ureigene Kölner Initiative ist von Kölnerinnen und Kölnern für Kölnerinnen und Kölner.

Isabella Neven DuMont, Herausgeberin und stellv. Vorsitzende von „wir helfen e.V.“
Copyright: Martina Goyert
In Not geratenen jungen Menschen hilft Zuversicht, zu vertrauen, dass sie eine Chance auf ein besseres Leben haben – vor allem dann, wenn es jemanden gibt, der sie begleitet und fördert, so wie es die vielen Initiativen tun, die unser Verein unterstützt
Isabella Neven DuMont Umgekehrt gäbe es ‚wir helfen‘ nicht, wenn die Kölnerinnen und Kölner nicht so enorm sozial engagiert, offen, an ihren Mitmenschen interessiert und großzügig wären. Wir können stolz sein auf das enorme ehrenamtliche Engagement in dieser Stadt.
Warum ist Ihrer Meinung nach Zuversicht gerade für benachteiligte oder in Not geratene junge Menschen so enorm wichtig?
Isabella Neven DuMont Zuversicht ist etwas, was wir alle unbedingt zum Leben brauchen. Sie ist, für mein Empfinden, so essenziell wie Essen, Trinken, Schlafen. Zuversicht motiviert, morgens aufzustehen und den Tag zu bewältigen. Junge Menschen, die in Not geraten, die von Armut, Krankheit, Heimatlosigkeit betroffen sind, fällt häufig die Aussicht auf eine lebenswerte Zukunft nicht leicht. Ihnen hilft Zuversicht, zu vertrauen, dass sie eine Chance auf ein besseres Leben haben – vor allem dann, wenn es jemanden gibt, der sie begleitet und fördert, so wie es die vielen Initiativen tun, die unser Verein unterstützt.

Stefan Englert ist Direktor des Gürzenich-Orchesters.
Copyright: Gürzenich-Orchester
Die Besucherinnen und Besucher unseres Benefiz-Orchesters erwartet mit dem Requiem von Johannes Brahms fantastische Musik, und sie haben dabei die Chance, diesen Kunstgenuss mit sozialer Verantwortung zu verbinden
Stefan Englert Zuversicht bedeutet aber auch, dass man die Hoffnung hat, Dinge aus sich selbst heraus zum Besseren wenden zu können. Alle Menschen brauchen Zuversicht, um selbstbestimmt und glücklich leben zu können. Aber gerade junge Menschen, die aufgrund der vielen Krisen die Hoffnung auf eine gute Zukunftsperspektive verloren haben oder die meinen, ihre benachteiligte Lage sei alternativlos, brauchen eine gehörige Portion mehr Zuversicht. Ihnen diese zu geben, das ist uns aller Aufgabe.
Wie kann Kindern und Jugendlichen konkret dabei geholfen werden, Zuversicht zu entwickeln?
Stefan Englert Indem man junge Menschen ernst nimmt in ihren Nöten, Sorgen und Wünschen und ihnen das Gefühl gibt, nicht paternalistisch behandelt zu werden. Wichtig ist auch, ihnen die Möglichkeit zu geben, die Dinge, die ihnen im Leben wichtig sind, umsetzen zu können. Und sie dabei mit aufrichtigem, positiven wie negativem Feedback zu begleiten – um sie, wenn etwas noch nicht reibungslos funktioniert, dazu zu motivieren, es noch einmal neu zu versuchen.

Isabella Neven DuMont („wir helfen“) und Gürzenich-Direktor Stefan Englert im Interview zm Thema Zuversicht.
Copyright: Uwe Weiser
Isabella Neven DuMont Da stimme ich Ihnen zu hundert Prozent zu. Eine gesunde Fehlerkultur ermöglicht Kindern, aus ihren Fehlern lernen zu können und sich dadurch weiterzuentwickeln. Junge Menschen brauchen, um Zuversicht entwickeln zu können, meiner Meinung nach vor allem Vertrauen in sich selbst und Anerkennung für ihr Tun. Das gibt ihnen die Kraft, daran zu glauben, mit dem eigenen Potenzial Dinge für sich und ihr Umfeld zum Besseren zu ändern.
Herr Englert, warum sollten sich die Kölnerinnen und Kölner dieses Konzert auf keinen Fall entgehen lassen?
Weil es fantastische Musik ist, die wir ihnen mit dem Requiem von Johannes Brahms, dem Dirigenten Andrés Orozco-Estrada und den beiden Solisten Christina Landshamer und Michael Nagy bieten. Und weil die Besucherinnen und Besucher damit die Chance haben, diesen Kunstgenuss mit sozialer Verantwortung zu verbinden.
Das Konzert am 15.3. in der Philharmonie
Der Vorverkauf für das Charity-Konzert „Zuversicht“ des Gürzenich-Orchesters am 15. März 2026, um 11 Uhr, in der Kölner Philharmonie, Bischofsgartenweg 1, ist gestartet. Auf dem Programm steht: Ein deutsches Requiem op. 45 von Johannes Brahms, über das seine Intima Clara Schumann einmal sagte, es sei „ein ganz gewaltiges Stück, ergreift den ganzen Menschen in einer Weise wie wenig anderes. Der tiefe Ernst, vereint mit allem Zauber der Poesie, wirkt wunderbar, erschütternd und besänftigend.“ Besetzung: Christina Landshamer (Sopran), Michael Nagy (Bariton), WDR Rundfunkchor, NDR Vokalensemble und Dirigent Andrés Orozco-Estrada
Karten ab 14 Euro gibt es online hier >>
So können Sie helfen

Auszug aus dem „wir helfen“-Folder 2025_2026
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- Mit unserer Jahresaktion „wir helfen: Kinder frühzeitig auf einen guten Weg zu bringen“ bitten wir um Spenden für präventive Projekte in Köln und der Region, die gefährdete Kinder und Jugendliche schützen , fördern und ihnen zu einer guten Zukunftsperspektive verhelfen.
- Die Spendenkonten lauten: wir helfen e.V.
- Kreissparkasse Köln, IBAN: DE03 3705 0299 0000 1621 55
- Sparkasse Köln-Bonn, IBAN: DE21 3705 0198 0022 2522 25
- Wünschen Sie eine Spendenbescheinigung, geben Sie bitte +S+ im Verwendungszweck an. Sollten sie regelmäßig spenden, ist auch eine jährliche Bescheinigung möglich. Bitte melden Sie sich hierzu gerne per E-Mail bei uns.
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- Möchten Sie anlässlich einer Trauerfreier, einer Hochzeit oder eines Geburtstags zu einer Spendenaktion aufzurufen, informieren Sie uns bitte vorab per E-Mail über die Aktion. Sehr gerne lassen wir Ihnen dann, zwei Wochen nach dem letzten Spendeneingang, die gesammelte Spendensumme zukommen.
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