Ein Geschworenengericht in San Francisco befindet Elon Musk für schuldig. Nach dem Urteil könnten auf den Milliardär hohe Entschädigungszahlungen zukommen.
Urteil im Twitter-ProzessElon Musk wegen irreführender Aussagen schuldig gesprochen

Geschworene bewerteten Musks damalige Äußerungen als gezielte Manipulation des Twitter-Aktienkurses. (Archivbild)
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In dem Gerichtsverfahren bezüglich der Twitter-Akquisition musste der Unternehmer Elon Musk einen juristischen Rückschlag hinnehmen. Laut Meldungen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) hat eine Jury in San Francisco entschieden, dass Musk durch zwei täuschende Bemerkungen im Jahr 2022 gegen das Wertpapierrecht verstoßen hat. Infolge des dadurch verursachten Kursverfalls der Aktie droht ihm nun die Verpflichtung zu einer beträchtlichen Entschädigungsleistung an frühere Aktionäre. Eine Stellungnahme von Musk zu dem Richterspruch steht noch aus; es besteht für ihn die Möglichkeit, das Urteil anzufechten und in die nächste Instanz zu gehen.
Ursprünglich hatte der Unternehmer im April 2022 eine Vereinbarung mit Twitter über den Erwerb der Social-Media-Plattform für circa 44 Milliarden Dollar getroffen. Kurz darauf stellte er allerdings die Behauptung auf, die Anzahl automatisierter Bot-Konten sei weitaus höher als vom Unternehmen kommuniziert, und deutete einen möglichen Rücktritt vom Geschäft an. Da der Verwaltungsrat von Twitter auf der Erfüllung des Vertrags bestand, vollzog Musk die Akquisition schließlich Ende Oktober 2022 zu den vereinbarten Konditionen.
Juristische Folgen der Kursmanipulation
Bereits Anfang Oktober 2022 hatten Anteilseigner von Twitter eine Klage eingereicht. Der Vorwurf lautete, Musk habe durch seine Kommentare den Aktienkurs gezielt beeinflusst. Von der Jury wurde nun die Summe ermittelt, um welche die Aussagen von Musk den Wert der Twitter-Papiere an spezifischen Tagen im Zeitraum vom 13. Mai bis zum 3. Oktober 2022 nach ihrer Einschätzung unrechtmäßig gesenkt hatten.
Die genaue Höhe der Entschädigung, die Musk an die früheren Anteilseigner zu leisten hat, wird zu einem zukünftigen Termin bestimmt. Die Summe könnte sich auf hunderte Millionen bis hin zu mehreren Milliarden US-Dollar belaufen. Das Vermögen des Unternehmers, welches sich primär aus Anteilen am E-Auto-Produzenten Tesla sowie dem Raumfahrtunternehmen SpaceX zusammensetzt, beziffert der Finanzdienstleister Bloomberg derzeit auf rund 640 Milliarden Dollar. Eine solche Zahlung an die Twitter-Investoren wäre für den reichsten Mann der Welt finanziell daher wohl unproblematisch. (red)
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