Tesla will in Grünheide expandieren und neue Stellen schaffen. Ein Branchenkenner zweifelt jedoch an einer Trendwende.
Tesla plant großen AusbauDoch ein Experte ist skeptisch und spricht von „Einmaleffekt“

Der Elektroautobauer Tesla will in seiner Fabrik in Grünheide 1.000 Beschäftigte innerhalb weniger Monate neu einstellen. (Archivbild)
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Tesla in Grünheide: Experte bezweifelt Trendwende trotz Produktionsplus
Tesla will in Grünheide 1.000 neue Stellen schaffen und die Fertigung ausbauen. Ein Branchenkenner sieht darin aber nur einen kurzfristigen Effekt.
Der Fachmann begründet die gute Entwicklung mit zeitlich befristeten Sonderangeboten und äußeren Einflüssen. „Tesla ist aufgrund eines Rabatt-Programms mit 3.000 Euro Rabatt in den letzten Monaten gut gefahren“, sagte Dudenhöffer laut Deutscher Presse-Agentur (dpa). Diese Vergünstigung für das Model Y sei allerdings nicht von Dauer. Ferner hätten die hohe Verfügbarkeit und ein durch den Iran-Konflikt gewachsenes Interesse an E-Mobilität zur derzeitigen Nachfrage beigetragen.
Dudenhöffer: „Nicht vom langfristigen Ausbau überzeugt“
„Nach meiner Einschätzung ist dies eher ein Einmaleffekt, der sich wieder 'abkühlen' wird“, so die Prognose von Dudenhöffer. Er geht davon aus, dass der Konzern die momentan gute Auftragslage mit Leihpersonal überbrücken will. Sein Fazit lautet: „Ich bin nicht vom langfristigen Ausbau überzeugt.“
Tesla hingegen rechtfertigt die Expansion mit einem deutlichen Anstieg der Nachfrage. „Die Zulassungszahlen in den Märkten, die wir beliefern, sind im ersten Quartal deutlich angestiegen“, erläuterte Werkleiter André Thierig am Donnerstag. Deshalb sollen bis Ende Juni 1.000 neue Arbeitskräfte hinzukommen. Wie die dpa berichtet, ist zudem geplant, 500 Leiharbeitskräfte bis zum Jahresende fest einzustellen.
Nachfrage in Deutschland mehr als verdoppelt
Die erhöhte Nachfrage spiegelt sich in den deutschen Zulassungsstatistiken wider. Laut Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes wurden zwischen Januar und März 2025 insgesamt 4.935 neue Tesla-Modelle registriert. Im selben Zeitraum des Folgejahres 2026 waren es mit 12.829 Fahrzeugen über zweieinhalbmal so viele.
Der Werksleiter nannte als Gründe für diesen Schub die staatliche Förderung von Elektroautos, gestiegene Kraftstoffpreise und das Produkt an sich. Daher soll die wöchentliche Produktion von 5.000 auf 6.000 Fahrzeuge gesteigert werden. „Mit 5.000 Einheiten pro Woche sind wir noch lange nicht an der Auslastungsgrenze der Fabrik“, betonte Thierig. „Das sind wir auch mit 6.000 Einheiten noch nicht.“
Ausbau auf eine Million Autos pro Jahr geplant
Die angekündigte Produktionssteigerung entspricht einer Erhöhung der Jahreskapazität von 250.000 auf 300.000 Autos. Langfristig verfolgt Tesla-Chef Elon Musk Pläne für einen massiven Ausbau des einzigen europäischen Werks. Eine erste Ausbaustufe sieht 500.000 Autos pro Jahr vor, später soll die Kapazität auf eine Million Fahrzeuge verdoppelt werden. Thierig betonte jedoch den Fokus auf die nahe Zukunft: „Erst mal werden wir natürlich die Kapazitäten, die wir haben, so bestmöglich ausnutzen.“ Umweltschützer äußern weiterhin Bedenken, da ihre Lage teilweise ein Wasserschutzgebiet berührt. (dpa/bearbeitet durch Gemini 2.5 Pro)
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