Der E-Auto-Hersteller liefert mehr Fahrzeuge aus, enttäuscht aber die Marktexperten. Der Aktienkurs des Konzerns zeigt eine unmittelbare Reaktion.
Tesla steigert AbsatzzahlenTrotzdem sind Analysten enttäuscht und die Aktie fällt

Tesla hatte im vergangenen Jahr mit Absatzrückgängen zu kämpfen. (Archivbild)
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Nach einem Jahr, das von spürbaren Einbußen geprägt war, meldet Tesla wieder einen Zuwachs bei den Auto-Verkäufen. Laut dpa erhöhten sich die globalen Auslieferungen des E-Auto-Pioniers im ersten Jahresviertel um 6,3 Prozent auf 358.023 Fahrzeuge im Vergleich zum Vorjahr. Dieses Resultat blieb jedoch hinter den Prognosen von Analysten zurück, die im Mittel von circa 370.000 Einheiten ausgegangen waren. In einer ersten Reaktion verlor die Tesla-Aktie vorbörslich rund vier Prozent an Wert.
Im entsprechenden Quartal des Vorjahres war ein Rückgang der Auslieferungen um 13 Prozent zu verzeichnen gewesen. Trotz des nun gemeldeten Zuwachses wurden rund 29.000 Fahrzeuge weniger an die Kundschaft übergeben als noch zu Jahresbeginn 2024. Die Herstellung stieg laut Unternehmensangaben im Vergleich zum Auftaktquartal 2025 um 12,6 Prozent auf 408.386 Automobile an.
Politische Debatten und Produktionsumbau als Ursachen
Für die Einbußen im vorherigen Jahr waren verschiedene Ursachen verantwortlich. Zum einen bedingte ein Umbau der Fertigungsstraßen für ein Update des Erfolgsmodells Model Y Unterbrechungen in der Produktion. Zum anderen führten Auseinandersetzungen über die politischen Handlungen von Unternehmenschef Elon Musk zu Debatten. Dessen rechte politische Haltungen schreckten einige mögliche Interessenten ab.
Ein zusätzlicher Aspekt war eine Anpassung der US-Steuerpolitik. Mit Ende September 2025 entfiel die Subvention von 7.500 Dollar für den Kauf eines Elektrofahrzeugs. Dies hatte im dritten Quartal einen Rekordabsatz durch vorgezogene Anschaffungen zur Folge, auf den jedoch ein darauffolgender Einbruch folgte.
Aufwärtstrend in Europa
In Europa zeigte sich zum Anfang dieses Jahres eine Besserung im Gegensatz zum schwachen Start von 2025. Laut Angaben des Branchenverbands Acea erhöhten sich die Tesla-Neuanmeldungen in der EU während der ersten beiden Monate um 16,7 Prozent auf 20.941 Automobile im Jahresvergleich. Die europäische Fabrik von Tesla, welche das Model Y herstellt, hat ihren Standort in Grünheide bei Berlin.
Firmenchef Musk konstatierte nach den Absatzeinbußen des vergangenen Jahres, die Perspektive von Tesla sei ohnehin in autonom agierenden Robotaxis sowie humanoiden Robotern zu sehen. Zugleich lancierte der Hersteller etwas preisgünstigere Ausführungen des Model 3 und des Model Y. (red)
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