Die Zukunft des geschlossenen Traditionslokals „Speisekammer“ in der Südstadt von Köln ist geklärt. Wer übernimmt, steht fest.
Ende einer Ära in der SüdstadtBeliebtes Restaurant in Köln macht dicht – Nachfolger steht schon fest

Stühle, Fahrräder und ein Restaurant.
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Ein beliebtes Restaurant in der Kölner Südstadt ist Geschichte: Nach Karneval blieb die „Speisekammer“ in der Alteburger Straße geschlossen. Die Gaststätte, die an dieser Stelle seit 2008 zu Hause war, war für Speisen aus dem Rheinland sowie diverse Schnitzelvariationen in der Stadt bekannt. Insbesondere die Serviettenknödel sowie die Pasta mit Pfifferlingen à la Crème überzeugten vor vielen Jahren unsere Gastro-Kritikerin Julia Fl0ß.
Die Zukunft der Adresse ist inzwischen geklärt. Nachdem der bisherige Betreiber in den Ruhestand gegangen ist, übernimmt die Gastronomiefirma „TapaVinho“ das Lokal. Das Unternehmen ist in Köln kein Unbekannter: Es betreibt bereits ein Restaurant in direkter Nähe an der Kurfürstenstraße sowie das „TapaVinho im Fertig“ an der Bonner Straße.

Julia Floß in der Speisekammer 2014. (Archivbild)
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Aus der „Speisekammer“ wird künftig die „Bodega de TapaVinho“, eine Weinbar mit spanisch-portugiesischer Ausrichtung. Im Mittelpunkt stehen ausgewählte Weine, kreativ gemixte Cocktails und verschiedene Spritz-Variationen. Dazu kommen kleine, feine Speisen – etwa Tapas sowie Käse-, Schinken- und Wurstspezialitäten aus Portugal und Spanien. Auch Kölsch und Bier wie San Miguel werden weiterhin frisch vom Fass ausgeschenkt.
Statt Schnitzel und Knödel stehen also künftig Gambas und Pimientos auf der Karte. Wie stark sich das Erscheinungsbild verändert, ist noch offen. Zu Zeiten der „Speisekammer“ prägten knarzende Dielen, Spiegel, selbst gebastelte Lampen und nostalgische Blechschilder den Raum, ergänzt durch viel Holz und eine gemütliche, fast verwinkelte Atmosphäre.
Aktuell wird die Gaststätte umfassend renoviert. Die Innenräume werden neu gestaltet und die Fläche erweitert. Herzstück soll ein neuer Thekenbereich werden, der teilweise mit historischen Weinfässern gestaltet ist. Ziel ist ein behagliches Ambiente, das traditionelle Elemente mit zeitgemäßem Design verbindet. Wann die neue Bodega eröffnet, steht noch nicht fest.

