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Straßenverkehr 2025Polizei verzeichnet mehr Unfälle, aber weniger Verletzte in Leverkusen

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Bei diesem Unfall auf der Bonner Straße starb im März 2025 ein Autofahrer, zwei weitere Personen erlitten schwerste Verletzungen.

Bei diesem Unfall auf der Bonner Straße starb im März 2025 ein Autofahrer, zwei weitere Personen erlitten schwerste Verletzungen.

Etwas mehr als 5000 Unfälle ereigneten sich im vergangenen Jahr auf den Leverkusener Straßen.

Die Zahl der Verkehrsunfälle auf den Straßen der Stadt ist im vergangenen Jahr erstmals seit sechs Jahren wieder über die Marke von 5000 gestiegen. Es kam 2025 zu genau 5009 Unfällen. Zuletzt hatte die Zahl der Verkehrsunfälle 2019 mit 5460 deutlich über der Marke gelegen. Dann folgte 2020 die corona-bedingte Delle mit einem erheblichen Rückgang. Seit 2021 hatte die Zahl der Verkehrsunfälle immer mehr oder weniger knapp unter 5000 gelegen. 2024 waren es 4833, also 176 weniger als ein Jahr darauf.

Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Verletzten geht seit 2022 ganz allmählich in die Höhe. 2025 waren es 460, ein Jahr zuvor 456. Die Zahl der dabei verletzten Personen sank auf 544, das entspricht einem Minus von 17 im Vergleich zum Vorjahr. Auch die Zahl der Schwerverletzten ging zurück: auf 49 nach 56 im Jahr 2024. Vergleicht man diese Zahlen mit dem Niveau vor der Coronapandemie, so liegen sie um zehn Prozent darunter bei der Zahl der Unfälle mit Verletzten und um zehn bis 15 Prozent niedriger bei der Zahl der Verletzten.

Drei Verkehrstote 2025 in Leverkusen

Im vergangenen Jahr starben drei Personen bei Verkehrsunfällen auf den Straßen der Stadt. Am 30. Januar wurde die Schülerin Angelina auf dem Fußweg zum Landrat-Lucas-Gymnasium am Berliner Platz vom Fahrer eines Firmenwagens erfasst und tödlich verletzt. Am 5. März starb ein 54-jähriger Autofahrer bei einem Unfall auf der Bonner Straße, als er frontal mit einem entgegenkommenden Auto zusammenstieß. Zwei weitere Personen erlitten dabei schwerste Verletzungen. Am 9. November wurde ein 22-jähriger Fußgänger von einem Autofahrer angefahren und tödlich verletzt, als er – mutmaßlich betrunken – vor dem Klinikum auf dem Dhünnberg unvermittelt auf die Straße trat.

Verkehrsunfälle in Leverkusen

Verkehrsunfälle in Leverkusen von 2019 bis 2025

40 Kinder verunglückten zwischen Januar und Dezember 2025 im Straßenverkehr, zwei davon wurden schwer verletzt. 2024 verunglückten 43 Kinder auf den Straßen der Stadt. Diesem leichten Rückgang steht eine Verdoppelung der verunglückten Jugendlichen gegenüber. 2025 erlitten dabei 36 Jungen und Mädchen Verletzungen, 2024 waren es 18. Auch in den Jahren vor Ausbruch der Corona-Pandemie lag diese Zahl niedriger. 2019 waren zum Beispiel 29 Jugendliche in Unfälle verwickelt. Die Zahl der verunglückten jungen Erwachsenen nimmt ebenfalls zu: von 61 im Jahr 2024 auf 69 im Jahr darauf. Die Zahl der Erwachsenen lag mit 302 deutlich niedriger als im Jahr zuvor (334).

Radfahrunfälle gehen zurück

Unfälle mit Radfahrern gehen seit vier Jahren zahlenmäßig zurück. 2025 waren es 150, 13 Radler wurden dabei schwer verletzt. 2024 waren es noch 159, darunter zwei tödliche Unfälle. Die Zahlen bei den Pedelec-Fahrern zeigen ein Auf und Ab. 2022 waren es 51, 2023 stieg die Zahl auf 66, sank 2024 dann wieder auf 49, um 2025 erneut zu steigen, auf jetzt 57. Die Zahl der Fußgänger, die in Unfälle verwickelt waren, blieb mit 72 gegenüber dem Vorjahr gleich. Zehn Fußgänger wurden dabei schwer verletzt.

Eine Hauptursache für Verkehrsunfälle ist das Fahren in betrunkenem oder sonst wie berauschtem Zustand. Die Polizei registrierte 21 Verunglückte bei diesen Unfällen, drei dieser Beteiligten wurden schwer verletzt. Gegenüber 2024 blieb diese Zahl fast gleich. Acht weitere Verunglückte, darunter ein Schwerverletzter, zählten die Beamten bei Unfällen, bei denen jemand bekifft oder sonst wie berauscht am Steuer saß.

41 Männer und Frauen waren in Unfälle verwickelt, bei denen die überhöhte Geschwindigkeit eines Beteiligten die Ursache war. Diese Zahl steigt seit Jahren leicht. Die dritte Hauptursache für Verkehrsunfälle – fehlender Abstand zum Vordermann – spielte bei Unfällen mit insgesamt Personen eine Rolle, drei davon wurden schwer verletzt.