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Kölner Patisserie„Törtchen Törtchen“ schließt mehrere Filialen in Köln

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Matthias Ludwigs von „TörtchenTörtchen“ mit hübschen und leckeren Backwaren. (Archivbild)

Matthias Ludwigs von „TörtchenTörtchen“ mit hübschen und leckeren Backwaren. (Archivbild)

Die Kölner Patisserie „TörtchenTörtchen“ schließt mehrere Standorte und bündelt Kapazitäten. Ein Neubeginn soll Qualität und Handwerk sichern.

Die bekannte Patisserie „TörtchenTörtchen“ hat Anfang des Jahres mehrere ihrer Standorte in Köln geschlossen – ein Schritt, der viele Stammgäste überrascht hat. In einem kürzlich veröffentlichten Video auf Facebook und Instagram hat das Team nun die Hintergründe erläutert und zugleich einen Ausblick auf die Zukunft des Unternehmens gegeben.

„Törtchen Törtchen“ schließt Standorte: Das sind die Gründe

Laut den Betreibern wurden zum ersten Januar 2026 die beiden Törtchen-Cafés in Nippes und Braunsfeld sowie zwei der Schmelzpunkt-Eisdielen in Nippes und der Südstadt dauerhaft geschlossen. Diese Entscheidungen seien alles andere als leicht gefallen, betonte das Team im Clip und in einer schriftlichen Mitteilung auf der eigenen Website.

Man hätte bei all den Veränderungen im Laufe der Zeit wie Umzügen, Neueröffnungen und Ständen auf dem Weihnachtsmarkt am Kölner Dom „leider ein bisschen aus den Augen verloren, worum es eigentlich geht: Handwerk, das spür- und schmeckbar ist“. Nun wolle man Kapazitäten bündeln, um sich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren, und zwar die Liebe zu hochwertiger, handwerklicher Patisserie. So könne man auch Raum für neue Ideen und Entwicklungen schaffen. 

Update vom 11. Februar, 15 Uhr: Nach Veröffentlichung dieses Artikels bestätigte Inhaber Matthias Ludwigs auf Nachfrage, dass derzeit ein Insolvenzverfahren läuft. Er habe sich 2025 nach dreizehnjähriger Zusammenarbeit mit Gründer und Geschäftspartner Elmar Schumacher-Wahls auf eine Trennung verständigt; diese sei im Juni notariell besiegelt worden. Für die wirtschaftlich schwierige Situation, die sich schon seit etwa drei Jahren eingeschlichten habe, habe man gemeinsam keine tragfähige Lösung gefunden. Schumacher-Wahls schied daraufhin bei Törtchen Törtchen aus. In der Folge habe Ludwigs entschieden, das Unternehmen zu verkleinern, um es neu aufzustellen und wirtschaftlich zu stabilisieren.

Die Gründe für die Insolvenz seien vielfältig, erklärt Ludwigs. Sie reichten von gestiegenen Kosten und Löhnen über die zunehmende Konkurrenz durch günstige Anbieter und schnelllebige Trends bis hin zu Fehlentscheidungen und sinkendem Umsatz, insbesondere auf dem Weihnachtsmarkt. Das Positive sei jedoch, dass man nach wie vor ein tolles, hochwertiges Produkt habe, auf das man sich nun konzentrieren könne. Die Insolvenz verstehe man als Neustart – verbunden mit neuen Entscheidungen sowie mehr Freiheit und Klarheit für den weiteren Weg.

Was bedeutet das für die Zukunft für „TörtchenTörtchen“?

Die Schließungen markieren für das Unternehmen also einen strategischen Neuanfang: Statt flächendeckender Präsenz in mehreren Stadtteilen konzentriert sich „TörtchenTörtchen“ auf die zwei verbleibenden Standorte. „Wir bleiben Ihrem Genuss treu“, heißt es auf der Webseite wörtlich, „unsere handgefertigten Törtchen, Macarons und Eisspezialitäten werden weiterhin mit derselben Leidenschaft angeboten.“

Damit ist vor allem das Angebot am Standort in der Apostelnstraße gemeint, der als zentrales Herzstück erhalten bleibt. Im „TörtchenTörtchen Studio“, wie das Café künftig heißen soll, werde es weiterhin handwerklich gefertigte französische Backkunst, hochwertige Zutaten und persönlichen Service geben, steht in der Verkündung. Für den Sommer sei auch eine Eistheke geplant. Damit das möglich ist, schließe der Betrieb über Karneval für eine kleine Umbauphase (bestellte Törtchen kann man noch abholen), um dann danach in neuem Look wiederzueröffnen.

Die Backstube in der Barbarastraße in Riehl, in der auch Backkurse angeboten wurden, wird nun das „TörtchenTörtchen Atelier“ genannt.

„TörtchenTörtchen“ feiert 20-jähriges Jubiläum

Publikum und Fans des Hauses zeigten sich in Kommentaren auf Social Media teils betroffen über die Schließungen, zugleich mit Kommentaren wie „Vielen Dank für eure Ehrlichkeit und alles Gute für die Zukunft. Wir bleiben euch weiterhin treu“, aber auch dankbar für die ehrlichen Worte des Teams. 2026 markiert für die Patisserie ein Jubiläum:„TörtchenTörtchen“ feiert 20-jähriges Bestehen.