Das Team um Abteilungsleiter Gianluca Walther steht im Duell mit Velbert unter Erfolgsdruck.
Tischtennis1. FC Köln bangt vor dem Saisonfinale um den Zweitliga-Klassenerhalt

Gianluca Walther, Abteilungsleiter des 1. FC Köln.
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Die Träume vom Aufstieg in die Bundesliga sind längst geplatzt. Die Tischtennisspieler des 1. FC Köln müssen vor dem letzten Spieltag der Zweiten Bundesliga den Blick nach unten richten. Denn plötzlich droht sogar noch der Abstieg – zumindest theoretisch.
Dafür müsste allerdings viel zusammenkommen. Zunächst müsste der 1. FC Köln sein Duell beim abgeschlagenen Schlusslicht Union Velbert am Sonntag (14 Uhr) verlieren. Zudem müssten sowohl die Verfolger 1. FC Saarbrücken II gegen Mainz 05 und Oldenburger TB beim TTC Hohenstein-Ernstthal gewinnen. Unter normalen Umständen dürfte der FC daher zumindest in der Zweitklassigkeit bleiben.
Dass die Rückserie sich schwieriger und weniger erfolgreich gestalten würde, war mit unseren Winterwechseln absehbar
Aber das ist auch die beste Nachricht nach einer Rückrunde, in der die Kölner nur zwei Partien gewonnen haben. „Dass die Rückserie sich schwieriger und weniger erfolgreich gestalten würde, war mit unseren Winterwechseln absehbar“, erklärte Gianluca Walther, Teamchef und Tischtennis-Abteilungsleiter beim FC. „Tom Jarvis binnen weniger Tage gleichwertig zu ersetzen, ist nicht möglich gewesen. Wir sind bewusst ein Risiko im Kampf und den Klassenerhalt eingegangen, indem wir Tom die Freigabe für den Wechsel in die Erste Liga erteilt haben.“
Walther sah zudem seine Befürchtungen bestätigt: „Zu dem Zeitpunkt war uns auch klar, dass Saarbrücken und Oldenburg zur Rückrunde personell ordentlich aufrüsten. Gemessen an den Ausgaben ist Oldenburg ein Spitzenreiter und kein Abstiegskandidat. Dass die Liga also zur Rückrunde sehr spannend wird und wir uns nach Hinrundenplatz drei nicht ausruhen dürfen, überrascht uns keineswegs.“
Das wiederum sieht Walther auch als Ansporn und Verpflichtung für den letzten Spieltag: „Wir erwarten für den letzten Spieltag, dass Saarbrücken sowie Oldenburg punkten und wir keine Schützenhilfe erhalten. Dennoch bleiben wir unaufgeregt und zuversichtlich, dass wir unsere Pflicht in Velbert erfüllen.“
Die Planungen für die neue Saison werden nicht nur durch die unklare Ligazugehörigkeit erschwert. Insbesondere die Infrastruktur macht dem FC zu schaffen: „Die Hauptursache ist, dass wir weiterhin keine Heimspielstätte haben und für die neue Saison noch immer keinerlei Perspektive da ist. Wir können die Situation, wie sie jetzt ist, nicht fortsetzen. Die Zusatzbelastung für unsere ehrenamtlichen Helfer ist gewaltig, wir sind alle erschöpft.“
1. FC Köln fehlt eine adäquate Halle
Man wolle den Tischtennis-Spitzensport in Köln zwar weiter ausüben, „dafür benötigen wir aber zwingend eine dauerhafte Heimspielstätte“, betonte Walther. „Die Termine können wir vier bis elf Monate vorher abstimmen. Wieso die Stadt Köln keine Halle zur Verfügung hat, die den Anforderungen gerecht und uns an neun Tagen im Jahr zur Verfügung gestellt wird, kann ich nicht beantworten.“ So sei es „äußerst schwierig, Spielern eine vielversprechende Perspektive aufzuzeigen und vom gemeinsamen Weg zu überzeugen“. Es scheint, als müssten die Ansprüche deutlich zurückgefahren werden.

