Vor vier Jahren begann der russische Angriff auf die Ukraine. Am Kölner Dom setzen viele Menschen ein Zeichen.
„Taurus, Taurus, Taurus!“Kundgebung in Köln erinnert an vier Jahre Ukraine-Krieg

Zur Kundgebung am vierten Jahrestag des Kriegs gegen die Ukraine auf dem Roncalliplatz in Köln waren 3000 Menschen erwartet worden.
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Vier Jahre nach Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine ist in Köln ein Zeichen der Solidarität gesetzt worden. Für Dienstagabend (24. Februar) wurden am Dom rund 3000 Teilnehmende erwartet.
Zum Jahrestag rief der Kölner Verein „Blau-Gelbes Kreuz“ zu einer Kundgebung am Roncalliplatz auf. Bei der Polizei Köln war die Veranstaltung mit 3000 Menschen angemeldet. Als Gäste waren unter anderem der Chef der Staatskanzlei Nathanael Liminski des Landes NRW und die stellvertretende NRW-Ministerpräsidentin Mona Neubaur gekommen.
Kölner Verein ruft zur Unterstützung der Ukraine auf
Von Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester gab es zu Beginn eine Videobotschaft, in der er sagte: „Die Ukraine verteidigt ganz Europa.“ Mona Neubaur versprach, die Wirtschaft in NRW stehe bereit, die Ukraine zu unterstützen und beim Wiederaufbau zu helfen. Gleichzeitig kritisierte sie Bundeskanzler Friedrich Merz: Dieser habe im Wahlkampf versprochen, den Taurus-Marschflugkörper zu liefern. „Wo bleibt der denn bitteschön?“, fragte sie auf der Bühne. Die Menschen auf dem Roncalliplatz skandierten „Taurus, Taurus, Taurus!“.

Ministerin Mona Neubaur fragte auf der Bühne nach dem Marschflugkörper Taurus, der an die Ukraine geliefert werden soll.
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Auch fünf Ratsfraktionsvorsitzende von Grünen, CDU, Volt, SPD und FDP sprachen bei der Kundgebung. Zudem waren zwei Mottowagen des Düsseldorfer Künstlers Jacques Tilly ausgeliehen. Einer zeigte die Kälte als Kriegsinstrument, auf dem anderen Karnevalswagen war ein Narr dargestellt, der von Wladimir Putin durchdolcht wird.
Am 24. Februar 2022 startete Putin den blutigen Versuch, das Nachbarland zu annektieren. Schätzungen zufolge sind seitdem hunderttausende Menschen gestorben, Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer mussten ihre Heimat verlassen. (cms/sbo)

