Der bisherige Saal reicht für einen Veranstaltungsbetrieb im 21. Jahrhundert nach Einschätzung der Betreiber nicht mehr aus.
Förderung des BundesKölner Stadtgarten bekommt einen neuen Konzertsaal

So soll der neue Konzertsaal im Stadtgarten in Köln aussehen.
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Der Kölner Stadtgarten kann den Neubau seines Konzertsaals konkret planen. Mit einer Förderzusage des Bundes über drei Millionen Euro ist die Gesamtfinanzierung des Projekts gesichert, wie die Betreiber am Donnerstag mitteilten. Das Geld stammt aus dem Programm „Investitionen in national bedeutsame Kultureinrichtungen“ (INK). Der bisherige Saal werde den Anforderungen an einen zeitgemäßen Konzertbetrieb langfristig nicht mehr gerecht.
400 Veranstaltungen pro Jahr
Seit drei Jahren arbeitet die Initiative Kölner Jazz Haus e.V. an der Weiterentwicklung des Stadtgartens. Der bisherige Saal wurde im Jahr 1986 eröffnet und soll am 4. September 2026 sein 40-jähriges Bestehen feiern. In dieser Zeit hat der Stadtgarten seinen Schwerpunkt in den Bereichen Jazz und neue Improvisationsmusik gesetzt. 400 Veranstaltungen finden dort jedes Jahr statt.
Nach Angaben der Initiative reichen die räumlichen, technischen und energetischen Voraussetzungen des bestehenden Gebäudes für einen Veranstaltungsbetrieb im 21. Jahrhundert jedoch nicht mehr aus. Geplant ist deshalb ein Neubau mit verbesserter Akustik, moderner technischer Infrastruktur sowie erweiterten Arbeits- und Produktionsflächen. Auch Barrierefreiheit, Nachhaltigkeit und energetische Modernisierung sollen bei dem Projekt eine zentrale Rolle spielen.
Bundesweit relevanter Kulturort
„Diese Förderzusage ist ein enorm wichtiger Schritt für die Zukunft des Stadtgartens und für die Musikszenen in NRW. Sie zeigt, dass der Stadtgarten auch bundesweit als relevanter Kulturort wahrgenommen wird“, sagte Ulla Oster, Vorsitzende der Initiative Kölner Jazz Haus e.V. Mit dem Neubau würden die Voraussetzungen geschaffen, die Erfolgsgeschichte des Hauses als Ort für künstlerische Innovation, internationale Vernetzung und musikalische Vielfalt fortzuschreiben.
Bereits mit dem Haushaltsbeschluss über drei Millionen Euro Förderung für das Jahr 2026 hatte die Stadt Köln das Vorhaben unterstützt. Nach Angaben des Stadtgartens schließen nun Bund und Land gemeinsam die verbleibende Finanzierungslücke. „Diese Förderung ist ein starkes Signal für Köln und unterstreicht die herausragende Bedeutung des Stadtgartens als kulturelles Aushängeschild weit über unsere Stadt hinaus“, sagte die Kölner Bundestagsabgeordnete Serap Güler (CDU).
Der Bauantrag soll noch im Laufe des Jahres 2026 eingereicht werden. Der Baubeginn ist derzeit für Januar 2028 vorgesehen, die Bauzeit mit rund 16 Monaten veranschlagt. Läuft alles nach Plan, könnte der neue Saal zur Konzertsaison 2029 eröffnen. Die Planung liegt bei Hutta Architektur unter Leitung des Kölner Architekten Wolfgang Zeh.
Während der Bauphase soll der Betrieb des Stadtgartens weitgehend weiterlaufen. Die Gastronomie soll lediglich für kurze Zeit im Winter 2028 schließen. Der Klub Jaki im Stadtgarten soll in dieser Zeit weiterhin für Konzerte und Veranstaltungen genutzt werden.
