Das Vorhaben der Stadt, ein Suchthilfezentrum im Pantaleonsviertel zu bauen, stößt auf Kritik. Deshalb hat sich eine Interessensgemeinschaft gegründet.
Widerstand im PantaleonsviertelAnwohner wehren sich gegen geplantes Suchthilfezentrum in Köln

Das Suchthilfezentrum soll auf einer Fläche am Perlengraben/Wilhelm-Hoßdorf-Straße entstehen.
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Anwohner, Eigentümer und Gewerbetreibende haben die Interessensgemeinschaft (IG) Pantaleonsviertel gegründet. Die Gruppe wolle die Lebens- und Aufenthaltsqualität im Viertel stärken und gemeinsame Anliegen bündeln, berichtet Vorstandsvorsitzender Andreas Zittlau.
Die IG formierte sich Ende Dezember, nachdem die Stadt Köln mitgeteilt hatte, ein Suchthilfezentrum am Perlengraben/Wilhelm-Hoßdorf-Straße bauen zu wollen. Dort sollen abhängige Menschen zum einen Drogen konsumieren können, zum anderen sollen sie sich nach Vorbild eines im schweizerischen Zürich entwickelten Modells dort aufhalten, duschen und mit Sozialarbeitern austauschen können. In den vergangenen Monaten hatte sich die Situation um die offene Drogenszene am Neumarkt zugespitzt.
Suchthilfezentrum: Widerstand im Pantaleonsviertel
Unmittelbar nach der Ankündigung hatte sich im Pantaleonsviertel Widerstand geregt. Kritisiert wurde unter anderem, dass die Entscheidung ohne Einbindung der Bürgerinnen und Bürger gefällt wurde. Über das Vorhaben der Stadt soll der Rat in seiner Sitzung am 5. Februar entscheiden.
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Die IG Pantaleonsviertel will die Stimmen der Betroffenen sammeln, Aktivitäten bündeln und konkrete Maßnahmen ergreifen, damit der Stadtrat das Projekt mehrheitlich ablehnt, so Zittlau. Der Vorstandsvorsitzende weiter: „Wir unterstützen ausdrücklich das Ziel, suchtkranken Menschen wirksam zu helfen und die Situation rund um den Neumarkt zu verbessern. Das derzeit geplante Drogenkonsumzentrum im Pantaleonsviertel halten wir jedoch für den falschen Ansatz.“
Das zugrunde liegende Suchthilfekonzept sei nicht ausgereift und ein überwiegend von Wohnbebauung und Schulen geprägtes Viertel als Standort ungeeignet. „Besonders kritisch sehen wir, dass die Anwohner in diese Entscheidung nicht einbezogen wurden.“ In den kommenden Wochen soll eine Anwohnerversammlung stattfinden, auch der Austausch mit anderen Interessengemeinschaften ist geplant.

