Verdi erhöht den Druck: Am Montag wird der KVB-Streik fortgesetzt. Was Fahrgäste in Köln jetzt wissen müssen und wo Einschränkungen drohen.
Verdi erhöht den DruckKVB-Warnstreik geht am Montag weiter – das kommt auf Köln zu

Warnstreik im Kölner Nahverkehr: So sah es am Rudolfplatz in der vergangenen Woche aus.
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Für den Start in die neue Woche erhöht Verdi den Druck: Für Montag (23. März) ist bereits der nächste Warnstreik angekündigt. In Köln soll diesmal der Betriebshof Nord bestreikt werden. Betroffen ist auch der Fahrdienst, wodurch es vor allem auf linksrheinischen Buslinien zu Einschränkungen kommen kann.
Stadtbahnen sowie S-Bahnen und Regionalzüge sollen weiterhin regulär fahren. Mit den erneuten Arbeitsniederlegungen erhöht die Gewerkschaft den Druck vor der dritten Verhandlungsrunde, die am Dienstag beginnt.
Gute Nachrichten für alle, die mit Bus oder Bahn durch Köln fahren wollen: Die Streiks gehen zwar am Samstag (21. März) weiter. In Köln ist nach Angaben der KVB aber nur der Bus-Betriebshof Porz betroffen.
Für die Anhänger des 1. FC Köln gibt es eine positive Meldung. Die Stadtbahnen sind von der Arbeitsniederlegung nicht berührt. Der Busbetrieb auf der linksrheinischen Seite läuft ebenfalls normal weiter, wodurch die Fahrt zum Bundesligaspiel gegen Borussia Mönchengladbach gesichert ist.
Aktuelle Infos auf KVB-Internetseite
Der ganztägige Streik führt zum Ausfall mancher Buslinien, die lediglich rechtsrheinisch fahren. Die KVB teilte mit, dass präzise Auskünfte über die verkehrenden Busse in der elektronischen Fahrplaninformation und auf der Internetseite des Betriebs unter www.kvb.koeln bereitgestellt werden. „Wir bitten die Fahrgäste, sich dann dort über das angepasste Fahrplanangebot Bus am Samstag zu informieren“, so die KVB.
Die Liste der Nahverkehrsbetriebe, deren Streckennetz durch den Warnstreik betroffen sein könnte, umfasst 14 der insgesamt rund 30 vom Tarifkonflikt betroffenen Unternehmen. Darunter sind die KVB (Köln), die Rheinbahn (Düsseldorf) sowie die Stadtwerke in Wuppertal, Krefeld und Hamm.
Streikwelle dauert bereits mehrere Tage an
Damit setzt sich eine Streikwelle fort, die bereits mehrere Tage anhält. Schon am Donnerstag (19. März) kommt es landesweit zu Einschränkungen, auch in Köln waren Mitarbeitende der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) beteiligt. Am Freitag fahren Stadtbahnen und Busse in Köln laut KVB-Mediensprecher Matthias Pesch seit den Morgenstunden wieder wie gewohnt. „Es lief alles reibungslos und ohne Zwischenfälle“, so Pesch am Freitagmorgen auf Anfrage des „Kölner Stadt-Anzeiger“. Wie die KVB allerdings zuvor bereits informierte, seien im Tagesverlauf mögliche Unregelmäßigkeiten infolge der vorangegangenen Streiktage nicht auszuschließen.
Auch am Wochenende gilt: Die Auswirkungen hängen stark vom jeweiligen Standort ab. Während es auf einzelnen Linien in NRW zu Ausfällen kommen kann, drohen in kleineren Betrieben auch komplette Stillstände.
Ein Verdi-Sprecher für Köln bestätigte schon am Donnerstag, dass der Porzer Standort bestreikt werde. Bahnen und Busse sollen trotzdem fahren – bis auf die Buslinien, die an diesem Betriebshof beginnen und enden. Das umfasst demnach lediglich rechtsrheinisch verkehrende Buslinien wie 160, 161, 162, 165 und 166. S-Bahnen und Regionalzüge fahren weiterhin.
Wichtiger Hinweis vor Bundesliga-Spiel 1. FC Köln gegen Borussia Mönchengladbach
Der Stadtbahnbetrieb ist von dem Warnstreik explizit nicht betroffen, der Bahn- und linksrheinische Busverkehr zum Bundesliga-Spiel des 1. FC Köln gegen Borussia Mönchengladbach findet wie geplant statt.
Ein Lichtblick: Die Warnstreiks in NRW sollen ab Dienstag (24. März) vorerst pausieren. Verdi plant während der anstehenden dritten Verhandlungsrunde keine neuen Arbeitskampfmaßnahmen. Die Tarifgespräche sind für drei Tage bis zum kommenden Donnerstag angesetzt. (mit dpa)

