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Verkehr in LindenthalJugendliche machen Vorschläge in der Bezirksvertretung

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An einer Kreuzung mit Ampel fahren Radfahrer und Autos bei Grün an.

An der Ampel auf der Rhöndorfer Straße soll künftig ein Grünpfeil Radfahrern, das Abbiegen auch bei Rot ermöglichen.

Die neue Jugendvertretung im Bezirksparlament setzt sich für den Radverkehr ein: Sie will das Abbiegen von der Rhöndorfer Straße in den Gottesweg erleichtern.

Der Weg mit dem Fahrrad zur Schule kann voller Hindernisse sein, wie rote Ampeln, an denen man lange warten muss, obwohl kein Auto zu sehen ist, oder Schlaglöcher, die gerade in der Dunkelheit schlecht zu sehen sind, und Stürze verursachen.

Die Schüler und Schülerinnen, die sich in der neuen Jugendvertretung der Bezirksvertretung Lindenthal engagieren, haben damit einige Erfahrung und in der vergangenen Sitzung Verbesserungen beantragt, die die Bezirkspolitik auch einstimmig beschlossen hat: So hat sie die Verwaltung beauftragt, für den Radverkehr, der in Sülz von der Rhödorfer Straße rechts in den Gottesweg einbiegen will, an der Ampel einen Grünpfeil anzubringen. Desweiteren soll sie die Asphaltdecke auf der Hans-Sachs-Straße in Lindenthal erneuern, so dass die gefährlichen Schlaglöcher verschwinden.

Der Jugendvertreter und Schüler des Apostelngymnasium Constantin Rupp begründete die Anträge der Jugendvertretung: „An der Ecke Rhöndorfer Straße und Gottesweg ist es aktuell so, dass man an der Ampel mit dem Fahrrad problemlos auf den Gottesweg abbiegen könnte“, sagte er. Wenn Radfahrende aber bis zur Grünphase warten müssten, sei das Abbiegen deswegen problematisch, weil sie dann den Fußgängern und Fußgängerinnen, die über die Straße laufen in die Quere kommen würden.

Grünpfeil an zentraler Kreuzung in Lindenthal soll Staus vermeiden

Die Bezirksvertretung schloss sich der Meinung an: Der Grünpfeil würde für die Radfahrer und Radfahrerinnen eine deutliche Erleichterung bedeuten. Derzeit würde es während der Grünphase wegen der vielen abbiegenden Autos und Fahrräder zu Staus kommen. Zudem würden die Fußgänger und Radfahrer, die die Straße kreuzen, gefährdet. Die Bezirkspolitik wies auch noch einmal darauf hin, dass sie bereits 2017 beschlossen hat, dass die Kreuzung in einen Kreisverkehr umgestaltet wird. Da aber nicht absehbar sei, wann dieser umgesetzt wird, biete der Grünpfeil erste Abhilfe.

Den Antrag, die Hans-Sachs-Straße auszubessern, begründete Constantin Rupp wie folgt: „Sie ist eine der wichtigen Straßen für Schülerinnen und Schüler, um zum Apostelngymnasium und der Liebfrauenschule zu fahren“, sagte er. Durch die vielen Schlaglöcher darauf würde das Unfallrisiko für Radfahrende stark erhöht. Die Bezirksvertretung befürwortete die Straßenreparatur: „Auch wir als Nicht-Schüler und Radfahrende werden davon profitieren“, sagte Klaus Reinartz (FDP).

Die Stadtverwaltung möchte die Beschlüsse bald umsetzen: „Die Verwaltung freut sich über den Antrag und das Engagement der Jugendvertretung“ schreibt eine Sprecherin der Stadt. „Sie prüft aktuell, ob an der Kreuzung Rhöndorfer Straße/Gottesweg ein Grünpfeil installiert werden kann.“ Die Stadt würde auch beabsichtigen, die Fahrbahndecke der Hans-Sachs-Straße im Abschnitt zwischen Dürener und Bachemer Straße in den kommenden zwei Jahren zu sanieren. Im Zuge der neuen Asphaltierung würde sie zudem prüfen, ob Markierungen die Situation für den Radverkehr verbessern könnten.


Grünpfeilvorschläge für Radfahrende können an die Stadt Köln geschickt werden: fahrradbeauftragter@stadt-koeln.de