Im Nordwesten von Alt-Niehl sollen 300 Wohnungen entstehen. Das neue Quartier grenzt an den Friedhof und die Reihenhaus-Neubausiedlung Im Grund.
Wohnungsbau in KölnQuartier mit rund 300 Einheiten in Alt-Niehl geplant

Auf dieser Brachfläche soll die neue Siedlung mit mindestens 300 Wohnungen entstehen. Im Hintergrund sind die Häuser an der Feldgärtenstraße zu sehen, davor die „Schötzekuhl“.
Copyright: Bernd Schöneck
Nach der Erweiterung der Reihenhaussiedlung Pastor-Wolff-Straße / Im Grund, der neuen Kita und dem Flüchtlingsheim wird auf der derzeitigen Brachfläche nördlich des Niehler Friedhofs ein Wohnquartier mit 290 bis 320 Wohnungen gebaut. Sie werden auf einer Fläche von rund 22.300 Quadratmetern entstehen. 30 Prozent der Wohnfläche werden gemäß des Kooperativen Baulandmodells öffentlich gefördert sein.
Architekten-Wettbewerb für neues Veedel geplant
Auf ihrer Januar-Sitzung beschloss die Bezirksvertretung Nippes, für das Großprojekt einen Bebauungsplan aufzustellen. Zugleich votierte das Bezirksparlament für ein städtebauliches Qualifizierungsverfahrens in Form einer Mehrfachbeauftragung von Architekturbüros, sowie die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung. Die Auftaktveranstaltung für den Architekten-Wettbewerb soll bereits im März stattfinden. Der kurz vor der Nippeser Sitzung zusammengetretene Stadtentwicklungsausschuss hat seinen Beschluss bis zur nächsten Sitzung vertagt; diese findet am 12. März statt. „Wir rechnen mit den Ergebnissen aus dem Wettbewerb um den Juni herum“, so Wiebke Wesselhöfft, Projektbetreuerin der Bonava. Und auch einen Namen hat das Neubaugebiet schon: „Unser neues Quartier wird ‚Die Feldgärten‘ heißen“, so Wesselhöfft.
Laut des von der Bonava stammenden städtebaulichen Vorentwurfs (der sich im Rahmen des Wettbewerbs noch ändern kann und wird) sind 18 Häuser, zu zehn Gebäudekörpern angeordnet, mit drei bis fünf Etagen plus jeweils einem rückversetzten Staffelgeschoss geplant. Die Gebäude sind in dem Erstentwurf um eine zentrale Grünfläche mit Spielmöglichkeiten herum gruppiert; der Westteil des Projektgebiets – in Richtung Stepke-Kindergarten und Flüchtlingsunterkunft – ist ebenfalls als Grünfläche vorgesehen. Im Flächennutzungsplan ist das Baugebiet bereits als Wohnbaufläche vermerkt, der westliche Teil als Grünfläche.
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Neue Zufahrt führt an Schützenheim vorbei
Das Plangebiet unweit der Kleingartenanlage und des Fußballvereins CfB Ford Niehl ist rund 2,7 Hektar groß. Auf rund 2,2 Hektar davon entsteht das eigentliche Bauvorhaben. Es liegt zwischen dem nördlichen Rand des Niehler Friedhofs, der Flüchtlingsunterkunft und dem Kindergarten sowie der Reihenhaussiedlung Im Grund, die ebenfalls erst vor einigen Jahren entstanden ist. Auch für jenes Projekt zeichnete die Bonava verantwortlich. Angebunden würde das Neubaugebiet über die Feldgärtenstraße; die Zufahrt läge genau südlich der Gaststätte „Schützenhof“ sowie der Schötzekuhl, der Festhalle der St.-Sebastianus-Bruderschaft mit Vorplatz, Freifläche und Schießstand. Geplant ist eine Zufahrtsstraße mit, inklusive aller Nebenanlagen, rund zehn Metern Breite. Von Westen her soll ein Fußweg ins neue Wohnquartier führen.
Für das Neubauprojekt ist geplant, das alte Haus an der Hermesgasse 81 abzubrechen; an dessen Stelle ist eine weitere Kita geplant. Bonava ist derzeit außerdem am Simonskaul in Weidenpesch aktiv, wo mit dem „Simonsveedel“ ein Quartier mit 387 Wohneinheiten entsteht; eines der sieben Gebäude, mit Kita- und Jugendclub-Räumen im Erdgeschoss, baut die städtische GAG.

