Schüler der Poller Schule Auf dem Sandberg haben lebensfrohe Figuren entworfen, die noch bis zum 20. März im Kalker Einkaufszentrum zu sehen sind.
Kölner Arcaden„Irgendwie anders“ sind die Figuren, die im Kalker Shoppingcenter zu sehen sind

Mit den lebensgroßen Figuren stellen Schülerinnen und Schüler auch die eigenen Wünsche ans Leben aus und zeigen ihre Stärken. Die Künstlerin @NMaRTHaLie (vorn) leitete das Projekt.
Copyright: Beatrix Lampe
Weiß wie ein unbeschriebenes Blatt ist die Frauengestalt, die Holya gestaltet hat – und von zwei bunten Luftballons wird sie förmlich himmelwärts gezogen. Dean hat einen relaxten Mann geformt, der eine Pfanne hält – Kochen macht ihm Spaß. Amines üppige, pinkfarbene Skulptur tanzt voller Lebensfreude, Terence hat einen sitzenden Mann geformt, der von dicken Regentropfen nass wird, sich aber gar nicht daran stört. Und Vaskos Figur in Denkerpose sprüht vor farbigen Details. Mit Stolz präsentierten Schülerinnen und Schüler aus einem Kunstprojekt an der Poller Schule Auf dem Sandberg die Skulpturen, die aus dem Werkraum jetzt in die Öffentlichkeit gelangen. Die sehenswerte Werke werden bis zum 20. März in der ersten Etage der Köln Arcaden ausgestellt. Die Schau ist eine Bühne für die Wünsche, Träume und Pläne der Jugendlichen. Im Schaffensprozess haben sie ungeahnte Stärken erkannt und ihre Fantasie ausleben können.
„Kölner Stadt-Anzeiger“ diente als Füllmaterial
Die Künstlerin und Pädagogin @NMaRTHaLie hat den jungen Kunstschaffenden gemeinsam mit den Lehrerinnen Lisa Siep und Judith Jürgens das vom Land NRW geförderte Projekt nahegebracht. Seit September haben sich die Mädchen und Jungen im Alter von zwölf bis 16 Jahren wöchentlich im Werkraum der Schule getroffen. Sie haben sich eine jeweils passende Pose für die eigene Figur ausgedacht, die Körperumrisse auf eine Schaumstoffplatte gemalt und die Figuren dann mit verschiedenen Werkzeugen ausgeschnitten und abgeschliffen. Das hat lange gedauert und war manchmal ganz schön schwierig, erinnern sich Amine und Noel.
Besonders herausfordernd wurde es, wenn beispielsweise Terence seinen Regenmann als sitzende Figur darstellen wollte. Da mussten unterschiedliche Verbindungstechniken her. Und dann kam der „Kölner Stadt -Anzeiger“ ins Spiel . Mit kiloweise gesammelten Zeitungen aus der Nachbarschaft der Projektleiterin und viel Kleister gestalteten die Jugendlichen die Körperformen und Posen ihrer Figuren aus. Dabei entdeckten etliche der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an sich selbst ganz neue Talente und Fähigkeiten.
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„Wir konnten erleben, wie die Mädchen und Jungen im Projekt gewachsen sind“, schildert die Künstlerin. Sprühfarbe, deren vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten, die Jugendlichen voller Schaffens Freude Ins Spiel brachten, wurde zur Krönung des Kunstprojektes aufgetragen. Anlässlich der Fertigstellung gab es im Werkraum eine kleine Feier, ehe die Figuren in die Köln Arcaden umzogen. Das Projekt im Rahmen des Landesprogramms „Kultur und Schule“ hat die Künstlerin entwickelt, mit Leben haben es aber erst die jungen Menschen gefüllt. Sie fanden auch selbst den Titel für die bemerkenswerte Skulpturen-Schau: „Wir - irgendwie anders“.
Damit wollen sie ausdrücken, dass jeder Mensch einzigartig und in dieser Besonderheit gut ist. Jeder sollte die Chance bekommen, glücklich zu sein und seinen eigenen Platz im Leben zu finden. Die Freude über das Geleistete war den jungen Menschen bei der Vorstellung ihrer Werke bei aller Bescheidenheit anzumerken. Jede der Figuren macht deutlich: Ein Stück vom erhofften Glück haben die Projektbeteiligten In den Monaten ihrer gemeinsamen Arbeit schon gefunden.
