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Kölner StadtentwicklungNeues Quartier „Veedl“ in Raderthal nimmt Gestalt an

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Auf einem Grundstück zwischen der Brühler Straße und der Raderthaler Straße soll das neue Stadtquartier „Veedl“ entstehen.

Auf einem Grundstück zwischen der Brühler Straße und der Raderthaler Straße soll das neue Stadtquartier „Veedl“ entstehen.

Die Bauherrin hat die Pläne für ein neues Quartier an der Brühler Straße vorgestellt – mit rund 240 Wohnungen, Kita und neuen Gewerbeflächen.

Das geplante Stadtentwicklungsprojekt „Veedl“ in Raderthal ist einen wichtigen Schritt weiter. Zwischen der Brühler Straße 210–212 und der Raderthaler Straße 13–23 soll ein neues Quartier mit rund 240 Wohnungen für verschiedene Wohnformen entstehen, davon 30 Prozent öffentlich gefördert. Vorgesehen sind außerdem eine Kindertagesstätte sowie grüne Aufenthaltsflächen.

Bauherrin ist die Veedl Brühler Straße GmbH & Co. KG, eine Kooperationsgesellschaft der Metropol Immobiliengruppe, der WVM Gruppe und der CP 90 GmbH, die sich 2023 gegründet hat.

Neues Quartier legt Fokus auf Wege und Begegnungen

Für die Entwicklung des neuen Quartiers hatten fünf Architekturbüros Entwürfe eingereicht. „Wir haben die Architekturbüros gebeten, nicht mit den Häusern anzufangen, sondern mit dem Dazwischen. Mit der Bank, auf der sich zwei Nachbarn zum ersten Mal begegnen. Mit dem Weg, den ein Kind allein zur Schule nehmen kann. Erst danach kamen die Gebäude“, erklärt Heike Neumann, verantwortlich für die integrierte Planung bei Veedl.

Visualisierung des neuen Stadtquartiers „Veedl“.

Visualisierung des neuen Stadtquartiers „Veedl“.

Die Bauherrin hat sich inzwischen für den Entwurf des Büros Caspar entschieden und stellte diesen Ende April Vertretern aus Politik, Verwaltung, Fachwelt und Nachbarschaft vor. Zu den rund 40 Gästen gehörten unter anderem Bezirksbürgermeisterin Sabine Müller und Baudezernent Markus Greitemann.

Drei Gebäude mit sechs Geschossen sind geplant

Der Entwurf für das rund 19,5 Hektar große Plangebiet sieht drei Baukörper mit sechs bis sieben Geschossen vor. Geplant sind zudem eine markante Dachlandschaft mit Dachgärten, Sheddächern und Photovoltaik sowie ein langgestreckter Werkhof bis zur Raderthaler Straße.

Das neue Quartier soll nicht nur Wohnraum schaffen, sondern auch Raum für Arbeitsplätze bieten. Vorgesehen sind Flächen für Kultur- und Kreativwirtschaft sowie urbane Produktion. Ein Gesundheitszentrum mit medizinischen Dienstleistungen soll die Versorgung vor Ort stärken. Für den täglichen Bedarf sind zudem ein Supermarkt, eine Drogerie und eine Bäckerei geplant. Die erforderlichen Stellplätze sollen größtenteils in einer Tiefgarage untergebracht werden, sodass auf dem Gelände mehr Raum für Grünflächen und Begegnung bleibt.

Nach der Entscheidung für das Architekturbüro und den Entwurf stünden nun Gespräche mit der Stadtverwaltung über die planungsrechtlichen Rahmenbedingungen, Workshops zur weiteren Planungsvertiefung sowie die Überarbeitung des Entwurfs von Caspar an, informiert die Projektgesellschaft.