Seit Jahren zieht Günter Stadtfeld in Zollstock tausende Tomatenpflanzen und sammelt Spenden für krebskranke Kinder – diesmal mit neuer Hilfe vom rechtsrheinischen Ufer.
Neue Unterstützung von der Schäl SickKölner Paar hilft mit Tomatenpflanzen krebskranken Kindern

Rosemarie und Günter Stadtfeld haben sich wieder viel Mühe mit der Anzucht von insgesamt 3400 Tomatenpflanzen gemacht.
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Tomaten sind seine Leidenschaft – und die setzt Günter Stadtfeld seit vielen Jahren für einen guten Zweck ein. Der 74-Jährige zieht in seinem Schrebergarten in Zollstock zahlreiche Tomatenpflanzen in unterschiedlichsten Sorten heran und gibt sie gegen Spenden ab. Der Erlös geht an den Förderverein krebskranker Kinder. In den vergangenen Jahren kamen auf diese Weise jeweils 7000 Euro zusammen – eine Unterstützung, über die sich der Verein sehr freut. „Jeder gibt so viel er will für die Tomatenpflanzen, aber es ist noch nie jemand gekommen, der sich ganz viele Pflanzen für wenig Geld nehmen wollte“, erzählt Stadtfeld.
3400 Pflanzen, 32 Sorten
In diesem Jahr hat der ehemalige Lokführer 3400 Pflanzen großgezogen, insgesamt 32 Sorten stehen zur Auswahl: rote, gelbe und grüne Tomaten, von Cocktail- bis Fleischtomaten. Darunter sind kleinwüchsige Pflanzen für den Balkon ebenso wie robuste Sorten, die gegen Braunfäule resistent sind und Regen gut vertragen. Auch besondere Varianten sind dabei, etwa die „Sibirische Birne“, „Blue Gold“ – eine blau-gelbe Tomate – oder die „Aurora de Arad“, eine Fleischtomate, die bis zu einem Kilogramm schwer werden kann. „Vor allem die resistenten Sorten und die Balkonpflanzen sind bei vielen sehr beliebt“, berichten Günter und Rosemarie Stadtfeld.
Rosemarie Stadtfeld unterstützt ihren Mann tatkräftig bei der aufwendigen Anzucht. Die Arbeit beginnt schon im Winter mit dem Beschriften der Töpfe, dem Aussäen in Anzuchterde und dem Vereinzeln der Keimlinge. Bis zur Abgabe müssen die Pflanzen sorgfältig gepflegt werden. Dabei helfen auch Nachbarn und Bekannte.
Abgabe in Raderberg und Sülz
Wer sich die Tomatenpflanzen für den guten Zweck holen möchte, hat dazu an zwei Terminen Gelegenheit: Am Samstag, 18. April, stehen die Stadtfelds ab 10 Uhr am Kloster der Benediktinerinnen in der Brühler Straße 74 in Raderberg – solange der Vorrat reicht. Am darauffolgenden Samstag, 25. April, sind sie ab 10 Uhr vor dem Café Lamerdin in der Wittekindstraße in Sülz. Nach Absprache können Interessierte die Pflanzen auch direkt im Schrebergarten abholen.
Seit Jahren wünscht sich Stadtfeld Mitstreiter – nun bekommt er Unterstützung: Gabriele Coenes aus Merheim wurde durch einen Bericht in dieser Zeitung auf die Aktion aufmerksam und zieht inzwischen selbst Tomatenpflanzen, die sie gegen Spende abgeben möchte. Der Erlös soll ebenfalls dem Förderverein krebskranker Kinder zugutekommen. „Ich unterstütze Herrn Stadtfeld dieses Jahr mit einer kleinen Charge Tomatensetzlingen. Da es das erste Mal ist, bin ich noch unerfahren, wie das mit der Abgabe läuft. Es ist ein erster rechtsrheinischer Versuch“, sagt sie. Coenes engagiert sich in der Bürgerstiftung St. Gereon Köln-Merheim und will über deren Website über Abholtermine informieren. „Ich finde es ganz toll, dass Frau Coenes das macht“, freut sich Stadtfeld.
Günter Stadtfeld, Telefon: 0173 630 9666, Facebook-Gruppe: #guenterstomaten, E-Mail: Stadtrose@gmx.de Informationen zur rechtsrheinischen Abgabe: www.stiftung-merheim.de

