Der Ausstand bei den Kölner Verkehrs-Betrieben beeinträchtigt das Gastgewerbe in der Stadt erheblich. Manche Inhaber bezeichnen die Lage als katastrophal.
Großer Streik dauert anGastro-Chef in Köln klagt über erhebliche Einbußen

Martin Schlüter betreibt das „Reisdorff am Hahnentor“, direkt am Rudolfplatz.
Copyright: Arton Krasniqi
Der Arbeitskampf in Köln wird fortgesetzt. Die Gewerkschaft Verdi rief die Angestellten von KVB, SWB und Wupsi dazu auf, am Freitag (27. Februar) sowie am Samstag (28. Februar) ihre Arbeit ganztägig niederzulegen.
Das bedeutet: Wer am Freitagabend in die Innenstadt wollte, musste sich eine andere Fahrmöglichkeit suchen – eine ähnliche Lage zeigt sich am Samstag. Die Bahnen und Busse der KVB verkehren nicht und bleiben in den Betriebshöfen.
Gastgewerbe ebenfalls vom Streik in Köln betroffen
Ein Einkaufsbummel in der City oder der Besuch einer Wirtschaft für ein Kölsch wird zu einer Herausforderung. Martin Schlüter, der als Vorstandsmitglied der IG Gastro agiert und die Gaststätte „Reissdorf am Hahnentor“ leitet, äußert sich alarmiert.
„Der Streik ist für die Gastronomie eine absolute Katastrophe“, teilte Schlüter am Samstag auf eine Anfrage von EXPRESS.de mit.
Zudem beklagt der Gastronom „einen Umsatzrückgang von bis zu 50 Prozent und das an einem Wochenende in der ‚Saure Gurken Zeit‘ kurz nach Karneval.“
„Das ist bitter, unverantwortlich und trifft eine arg gebeutelte Branche hart. Bei uns war es dennoch gut gefüllt, aber gestern und heute haben von Reservierungen mit ca. 160 Gästen 70 Personen abgesagt“, erklärte Schlüter weiter.
„So ein Streik hat natürlich immer einen Effekt“
Dieses Problem ist auch Claudia Wecker bekannt, die den Studenten-Club „Das Ding“ führt: „So ein Streik hat natürlich immer einen Effekt. Der Streik behindert leider alle und jeden. Die Leute suchen sich Alternativen, um mobil zu bleiben. Um zur Arbeit zu kommen oder auszugehen.“
Jedoch sind anscheinend nicht alle Gastronomiebetriebe gleichermaßen beeinträchtigt.
Alexander Manek vom „Haus Unkelbach“ in der Luxemburger Straße zeigt sich entspannt: „Wir waren am Freitag gut reserviert und eigentlich sind auch alle irgendwie gekommen. Haben sich anscheinend gut arrangiert.“
Der Betrieb der KVB soll erst am Sonntagmorgen gegen 3 Uhr wieder starten. Personen, die nachts unterwegs sind, sollten sich deshalb für den Samstagabend rechtzeitig um alternative Fahrmöglichkeiten bemühen.
Forderungen von Verdi als Grund für den Streik
Anlass für den Ausstand ist die aktuelle Tarifverhandlung mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband NRW. In der ersten Runde der Verhandlungen machten die Arbeitgeber kein Angebot. Verdi steigert daher den Druck vor der nächsten Gesprächsrunde, die für den 2. und 3. März angesetzt ist. Der Aufruf zur Arbeitsniederlegung ist bundesweit gültig.
Verdi verlangt vor allem eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit von 39 auf 37 Stunden bei vollem Lohnausgleich, gesicherte Ruhezeiten zwischen den Arbeitseinsätzen und höhere Zuschläge für die Arbeit an Sonntagen. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

