Nach einem Mord an der Oper ermitteln die beiden Kommissare auch auf der Großbaustelle der Kölner Bühnen.
„Tatort“ am SonntagBallauf und Schenk schnüffeln im Kölner Milliardengrab

Die Kölner „Tatort“-Kommissare Max Ballauf (Klaus J. Behrendt, r.) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) auf der Opernbaustelle.
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Seit rund zwei Monaten steht ein Termin für die Wiedereröffnung der Kölner Bühnen am Offenbachplatz fest. Im September dieses Jahres soll es so weit sein. Für den ersten Köln-„Tatort“ 2026 mit dem Titel „Die Schöpfung“, der am 11. Januar ausgestrahlt wird, lieferte die Großbaustelle der Oper jedoch schon jetzt eine eindrucksvolle Kulisse.

Der Tatort „Die Schöpfung“ spielt an der Oper in Köln.
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Ihr 94. Fall führt die Kölner Ermittler Max Ballauf und Freddy Schenk in den Maschinenraum der Kölner Opernbühnen. Kurz vor Abschluss der Proben für die Premiere von Joseph Haydns „Die Schöpfung“ wird Elli Zander, eine Mitarbeiterin der Requisite, erschossen aufgefunden. Ihr Körper wurde wie für eine Opern-Inszenierung drapiert, samt Kleid aus der Kostümsammlung.
Kölner „Tatort“: Sowohl Großbaustelle als auch Interimsstätte liefern die Kulisse
Und in der Kammer mit Waffenattrappen, für die Elli Zander als Rüstmeisterin verantwortlich war, fehlt eine Schusswaffe. Erste Indizien weisen in Richtung des Countertenor David Deycks. Doch von ihm fehlt jede Spur. Da geschieht ein zweiter Mord.
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Eigentlich sollte diese Ausgabe der „Tatort“-Reihe bereits in Gänze vor der Kulisse der sanierten und wiedereröffneten Kölner Bühnen am Offenbachplatz spielen. Kurz vor Drehbeginn im Herbst 2024 stellte sich jedoch heraus, dass die Fertigstellung erneut verschoben werden musste, sodass sowohl die Großbaustelle der Oper als auch die Interimsstätte ins Drehbuch aufgenommen wurden.

Die Oper und das Schauspielhaus in Köln sollen am 24. September 2026 wieder in Betrieb gehen.
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Dietmar Bär fand Gefallen an der Vorstellung, einer der ersten Schauspieler zu sein, die auf der Bühne der sanierten Oper stehen. Auch für seinen Kollegen Klaus J. Behrendt waren die Dreharbeiten auf der Baustelle faszinierend: „Den ganzen Bühnenkomplex im Aufbau zu sehen – vom Orchestergraben über die verschiedenen Ebenen bis hoch zu den Beleuchterbrücken – das war echt beeindruckend.“
Kölner Oper wird seit 2012 saniert – Kostenexplosion
Die Kölner Oper wird seit 2012 saniert. Es kam zu erheblichen Verzögerungen, die zu massiven Kostensteigerungen geführt haben. Ursprünglich waren drei Jahre Bauzeit und Kosten von rund 253 Millionen Euro geplant.
Doch das Projekt hat sich zu einem der teuersten Bauskandale in Deutschland entwickelt. Den neuesten Prognosen der Stadt Köln zufolge belaufen sich die Gesamtkosten auf rund 1,465 Milliarden Euro.
Zu sehen ist der Kölner Tatort am 11. Januar um 20.15 Uhr im Ersten sowie in der ARD Mediathek.

