Orkanböen treffen beliebte Urlaubsgebiete mit voller Wucht. Behörden schlagen Alarm und warnen vor gefährlichen Bedingungen.
Mallorca schlägt AlarmOrkanböen fegen über Urlaubsinseln – Sturm „Nils“ erreicht Balearen

Orkanböen fegen über Cala Millor auf Mallorca. (Symbolbild)
Copyright: IMAGO/Eibner
Laut „Mallorca Zeitung“ und dem spanischen Wetterdienst Aemet wurden auf Mallorca in Berglagen Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometern pro Stunde gemessen – das entspricht Orkanstärke. Besonders betroffen sind exponierte Höhenlagen der Serra de Tramuntana. Über Tote oder größere Schäden wurde zunächst nichts bekannt. Für einzelne Regionen gilt weiterhin die Warnstufe Gelb. Behörden raten, Aufenthalte im Freien zu vermeiden und Küstenbereiche zu meiden, da mit gefährlichen Böen und starkem Wellengang gerechnet wird.
Frankreich: Fünf Départements in Alarmstufe Rot – 900.000 Haushalte ohne Strom
Laut „franceinfo“ hat Météo-France die höchste Warnstufe Rot auf fünf Départements ausgeweitet, darunter Gironde, Lot-et-Garonne, Aude, Savoie und Pyrénées-Orientales. 29 weitere Départements stehen unter Orange-Warnung. Nach Angaben des Netzbetreibers Enedis waren zeitweise 900.000 Haushalte ohne Strom. In den Landes kam ein Lkw-Fahrer ums Leben, nachdem ein Ast auf sein Fahrzeug stürzte. Zudem gibt es Verletzte durch umstürzende Bäume.
Hochwasser und Lawinengefahr: Garonne im Fokus, Skigebiete geschlossen
Laut dem Hochwasserdienst Vigicrues drohen entlang der Garonne erhebliche Überschwemmungen. Für Orte wie Tonneins und Marmande werden steigende Pegelstände erwartet.
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In den Alpen herrscht akute Lawinengefahr, in Teilen von Savoie und Haute-Savoie gilt Warnstufe 5 von 5. Mehrere Skigebiete, darunter La Plagne sowie Teile von Chamonix und Courchevel, bleiben vorsorglich geschlossen. Die Behörden warnen vor weiteren Verschärfungen in den kommenden Stunden.
Spanien, Italien und Portugal: Weitere Regionen von Extremwetter betroffen
Neben Mallorca sind auch Katalonien und Sardinien von schweren Unwettern betroffen. In Katalonien wurde zeitweise Alarmstufe Rot wegen extremen Windes ausgerufen. Auf Sardinien gilt ebenfalls die höchste Warnstufe. In Portugal führten Starkregen zu schweren Überschwemmungen.
Am Fluss Mondego kam es zu einem Deichbruch, Teile einer Autobahnbrücke der A1 zwischen Lissabon und Porto stürzten ein. Tote oder Verletzte wurden dort nach offiziellen Angaben nicht gemeldet. Behörden rechnen mit weiteren Regenfällen. (jag)

