Die Frau ist nach dem Unfall in Mönchengladbach ins Krankenhaus gebracht worden. Entlang der Zugstrecke herrschte Betroffenheit.
23-Jährige in kritischem Zustand„Wagenengel“ gerät bei Karnevalsumzug unter Linienbus

Polizisten stehen an einer Unfallstelle. Beim Karnevalsumzug in Mönchengladbach ist eine Frau unter einen Bus geraten und verletzt worden.
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Beim Karnevalsumzug in Mönchengladbach ist eine Frau unter einen Linienbus geraten und verletzt worden. Die Frau sei ins Krankenhaus gebracht worden, sagte eine Polizeisprecherin. Laut Angaben der Polizei schwebt die Frau in Lebensgefahr.
Auch der WDR berichtete, die Frau befinde sich in einem „kritischen Zustand“, sie sei „offenbar reanimiert worden“, erklärte ein Reporter des Senders. Zugleiter Tomas Platzer schilderte ebenfalls entsprechende Rettungsmaßnahmen.
Betroffenheit in Mönchengladbach: Frau gerät unter Bus
Nach Informationen des Senders handelt es sich um eine 23-jährige Frau. Entlang der Zugstrecke herrsche Betroffenheit. Viele Menschen seien „geschockt“, hieß es weiter.
Nach Angaben des WDR ist die verletzte Frau ein sogenannter Wagenengel, also eine Sicherheitskraft, die neben dem Wagen mitgeht, um Unfälle zu vermeiden, berichtete der Sender. Anfangs hieß es demnach noch, dass es sich bei der verletzten Person um ein Kind handelt. Das habe sich jedoch nicht bestätigt.
„Auch, wenn jeder jetzt eine Kröte im Hals hat“
Zu dem Unfall sei es kurz nach 15.30 Uhr gekommen. Der Karnevalszug sei zunächst gestoppt und dann umgeleitet worden. Der Bus gehörte zum Karnevalsumzug, der in Mönchengladbach traditionell am Veilchendienstag stattfindet, teilte die Polizei mit.
Der Veilchendienstagszug soll nun umgeleitet und früher aufgelöst werden. „Wir sind bemüht, alles schnellstmöglich aufzulösen, aber den Karnevalisten auf den letzten Metern eine Chance geben, zu Ende zu feiern“, zitierte der WDR Zugleiter Platzer. „Auch, wenn jeder jetzt eine Kröte im Hals hat.“
Mönchengladbach: Veilchendienstag ist Höhepunkt der Karnevalstage
Während die großen Karnevalsumzüge in Köln und Düsseldorf am Rosenmontag stattfinden, feiert Mönchengladbach traditionell einen Tag später. Der Veilchendienstag ist in der Stadt der Höhepunkt der Karnevalstage. Bei dem Umzug säumen nach Veranstalterangaben regelmäßig Hunderttausende Zuschauer die Wegstrecke. Im Zug selbst sind etwa 4.000 Mitwirkende.
Auch im Rheinland war es am Sonntag bei einem Karnevalsumzug in Niederkassel-Rheidt zu einem Unfall gekommen. Nach aktuellem Kenntnisstand soll dort an einem Karnevalswagen die hintere Umrandung gebrochen sein. Ein 51-Jähriger verletzte sich bei dem Sturz schwer im Gesicht, schwebe jedoch nicht in Lebensgefahr, erklärte ein Polizeisprecher am Dienstag.
Immer wieder schwere Unfälle bei Karnevalsumzügen
Auch in früheren Jahren gab es mehrere schwere Unfälle, die teils sogar tödlich endeten. Ein 38-Jähriger stürzte 2024 bei Hönningen (Rheinland-Pfalz) auf der Fahrt zu einem Umzug so unglücklich in einen Motivwagen, dass er im Krankenhaus seinen Verletzungen erlag.
In St. Goarshausen (Rheinland-Pfalz) geriet im selben Jahr ein 20-Jähriger unter einen Karnevalswagen und wurde tödlich verletzt. In Halle (Sachsen-Anhalt) wurde 2023 eine 21-Jährige von einem Mottowagen erfasst und starb später im Krankenhaus. (das/dpa)

