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„Der Sinn des Lebens“Christian Lindner äußert sich emotional über sein neues Leben als Vater

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Christian Lindner und Franca Lehfeldt posieren.

Christian Lindner (r) und Franca Lehfeldt. (Archivbild)

Der FDP-Politiker über sein neues Leben als Vater und Manager. Er erklärt, weshalb die Familie für ihn jetzt an erster Stelle steht.

Für Christian Lindner (47) beginnt nach seiner politischen Karriere ein neuer Abschnitt: Er ist nun vor allem Vater. Er nennt seine Tochter, die im April 2025 zur Welt kam, eine „zauberhafte Bereicherung“. Für ihn bedeutet die Zuneigung zu einem Kind „der Sinn des Lebens an sich“. Lindner ist seit dem Jahr 2022 mit Franca Lehfeldt, einer 36 Jahre alten Journalistin, verheiratet. Die Geburt des Kindes hat seine Sichtweise verändert, sodass die Familie jetzt Vorrang hat.

Christian Lindner über Tochter mit Franca Lehfeldt: „Zauberhafte Bereicherung“

Es ist eine große Aufgabe, Familie und Arbeit unter einen Hut zu bekommen. Er sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“, dass es eine Täuschung sei, wenn man behauptet, Kinder und Beruf ließen sich einfach miteinander verbinden. Dies würde den Menschen „ein X für ein U“ vormachen. Sein tägliches Leben sei anstrengend. Seine Ehefrau ist ebenfalls selbstständig und seine eigenen Verpflichtungen übersteigen eine normale Vollzeitstelle. 

Lindner hat nach dem Ende seiner politischen Laufbahn eine Führungsposition in der Privatwirtschaft angenommen. Er stellte klar, sein Ziel sei es, unternehmerisch tätig zu sein und nicht als Lobbyist zu arbeiten. Bei der Autoland AG bekleidet er nun den Posten des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden. Als Leiter des Vertriebs verantwortet er den Verkauf von etwa 70.000 neuen und gebrauchten Autos. Dies entspricht einem Umsatz von 1,2 Milliarden Euro.

So sieht der neue Arbeitsalltag von Christian Lindner aus

Für Lindner ist dieser Wechsel folgerichtig. Er habe sich schon in seiner Zeit als Politiker als eine Art Manager gesehen. Er möchte weiter an dem arbeiten, was ihm schon in der Politik wichtig war: „bezahlbare Mobilität mit dem Auto“. Den wieder eingeführten Tankrabatt bezeichnete er als eine „späte, aber richtige Entscheidung“. Zusätzlich merkte er an, dass man nicht alles „mit der Brille von Berlin-Mitte“ sehen sollte.

Er blickt ohne Bedauern auf seine politische Zeit zurück. Seinen Abschied habe er „mit Dankbarkeit“ vollzogen. Die Macht von damals fehle ihm nicht, wie er mit den Worten „Alles hat seine Zeit.“ klarstellte.

Inzwischen widmet er sich neuen Aufgaben. Diese beeinflussen zwar nicht ganze Volkswirtschaften, aber sie haben Auswirkungen auf Firmen und deren Märkte. Lindner empfiehlt Büroangestellten, 10 Prozent ihrer Arbeitszeit in das Erlernen von KI-Werkzeugen zu investieren. Seine Begründung: Man ist „Pilotin oder Pilot des eigenen Lebens“. (jag)