Nora Haukland, Ex-Partnerin von Marius Borg Høiby, schilderte vor Gericht Kontrollverhalten, Drogenkonsum und Gewalt.
„Gehässiger Blick“Ex- Freundin von Marius schildert Treffen mit Mette-Marit nach Streit

Nora Haukland war zeitweise mit Marius Borg Høiby liiert. (Archivbild)
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Nora Haukland, die frühere Freundin von Marius Borg Høiby, trat am 12. Verhandlungstag als Zeugin auf. Ihre Aussage erfolgte am 20. Februar 2026 im Bezirksgericht der Stadt Oslo. Die Influencerin führte von 2022 bis 2023 eine Beziehung mit dem Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit aus Norwegen. Die Anschuldigungen wegen Gewalt gegen ihn wurden von ihr 2024 publik gemacht. Sie ist zudem die einzige der angeblichen Geschädigten, deren Name öffentlich bekannt ist.
Prozess in Oslo: Nora Haukland berichtet über Beziehung zu Marius Borg Høiby
Haukland thematisierte laut „Bunte“ vor dem Gericht den Substanzkonsum ihres ehemaligen Partners. Sie erläuterte die Wesensveränderung von Høiby, wenn er Alkohol und Kokain konsumiert hatte. Zu Beginn sei er eine „fröhlicher und lustiger“ Person gewesen. Es gab aber Momente, in denen er so viel trank, „dass er sich nicht mehr beherrschen konnte“. Sein Zustand sei dann in „Wut und Frustration“ umgeschlagen, wobei er sich über Belanglosigkeiten echauffierte.

Marius Borg Høiby, Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit muss ich vor Gericht verantworten.
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Ein kontrollierendes Benehmen wurde von Haukland ebenfalls geschildert. Høiby habe darauf bestanden, dass sie einen BH anzieht, und war häufig wütend, da er ihre Garderobe als „völlig unangemessen“ empfand. Er habe außerdem ihr Mobiltelefon inspiziert und sie permanent überwacht.
„Große Angst“ vor ihm: Nora Haukland schildert Kontrollverhalten im Prozess
Sie charakterisierte ihn als Menschen mit zwei Persönlichkeiten: zum einen der „süße“ und „lebhafte“ Marius, zum anderen ein Mensch, „mit dem man nicht kommunizieren konnte“. In solchen Augenblicken wären seine Augen schwarz geworden, und sie empfand „große Angst“ vor ihm.

Marius Borg Høiby neben seiner Mutter Kronprinzessin Mette-Marit, der Ehefrau von Kronprinz Haakon. (Archivbild)
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Die Zeugin erwähnte auch eine Begebenheit mit Mette-Marit. Nach einer Auseinandersetzung in der gemeinsamen Bleibe, bei der eine Tür zu Schaden kam, habe die Mutter von Høiby sie besucht. Haukland gab zu Protokoll: „Seine Mutter warf mir einen gehässigen Blick zu, so als hätte ich das getan“. Laut ihrer Schilderung war es dem Sohn der Kronprinzessin egal, wie sich sein Benehmen auf den Ruf der königlichen Familie auswirken würde.
Kokain-Foto von 2023: Nora Haukland spricht vor Gericht von „dunklem Loch“
Ein Foto aus dem Februar 2023, das einen Skandal auslöste, war ebenfalls Thema der Aussage. Es zeigte Haukland mit einer kleinen Tüte, die weißes Pulver enthielt. Sie gab vor Gericht an, dass der Inhalt Kokain war und die Tüte Høiby gehörte. Die Begebenheit nannte sie „ein dunkles Loch in meinem Leben“ und betonte, dass sie sich dafür zutiefst schäme.
Die Influencerin schilderte, wie sie sich nach einer Auseinandersetzung zunehmend isoliert und überwacht fühlte. Dies sei vor allem nach dem Umzug des Paares in die Umgebung von Gut Skaugum der Fall gewesen. Trotz allem habe sie Høiby geliebt, weshalb es sich für sie „egoistisch angefühlt, ihn zu verlassen“ habe.
Im Anschluss an gewalttätige Ausbrüche, bei denen er auch Einrichtungsgegenstände demolierte, habe er stets seine Liebe zu ihr bekräftigt. Dabei fielen Sätze wie: „Du bist meine Seelenverwandte. Ich werde alles tun, ich werde alles ändern.“ (jag)

